Zum Inhalt springen

Geschichte

Irgendwann so um 1998 stritten mehrere bierselige Kumpanen um ihre Ausdauerqualitäten. Und für einen derartigen Kraftakt bot sich zumindest im verbalen Schlagabtausch die Vielfältigkeit der Landschaft des Zittauer Gebirges und dem neu geschaffenen Erholungsgebiet um den Olbersdorfer See an. Demnach sollte demjenigen der Ru(h)m gebühren, welcher zuerst auf dem Hochwald angeschlagen hat, nachdem er den Olbersdorfer See durchquert und mit einem klapprigen Rad bis zum „Stern“ am Jonsberg geeiert ist.
So will es die Legende.

2000

O-SEE Challenge 2000

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2000

Einige der Kumpanen vergaßen die Wette ganz schnell, andere nicht. Und die hüpften am 9.7.2000 bei trübem Sommerwetter in den Olbersdorfer See, um das Ganze mal zu testen. Wir nannten das den 1. (absolut inoffiziellen) Olbersdorfer See-Triathlon (O-See-Triathlon).

Das waren damals ganze 5 Hanseln.

2001

O-SEE Challenge 2001

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2001

Der 2. O-See-Triathlon am 3.8.2001 war schon anders. Aus der „Mountainbike-Einbahnstraße“ vom Olbersdorfer See zum Hochwald wurde ein Rundkurs mit zentraler Wechselzone am See. Und noch etwas war neu, nämlich die Einführung der Möglichkeit, den Wettkampf als Staffel zu absolvieren.
Aber zwei Dinge blieben, und wurden somit zum Markenzeichen des O-See-Triathlons: die Überquerung des Olbersdorfer Sees und die Überschreitung des Hochwaldes, welcher mit seinen 749 m den Höhepunkt des Wettkampfes darstellt. Nur dass er von nun an mit dem Mountainbike erklommen werden musste.
Die Teilnehmerzahl betrug nun schon 52, davon 27 Staffelteilnehmer. Das waren mehr als wir in unseren kühnsten Träumen erwartet hatten.
Diese Resonanz brachte den damals noch kleinen Kreis der Organisatoren rund um den Wasser- und Surfsportvereins Zittau in ziemlichen Erwartungsdruck für 2002, dabei sollte bei aller Organisiererei ja alles auch noch ein bisschen Spaß machen.

2002

O-SEE Challenge 2002

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2002

Nun, der Triathlon Jahrgang 2002, erstmals O-SEE-CHALLENGE genannt, war dann tatsächlich schon eine neue Qualität, der Aufwand und die Zahl der unterstützenden Freunde und Helfer allerdings auch. Wieder gab es eine Reihe von Neuigkeiten:
Die Veranstaltung bekam eine eigene
Internetseite www.o-see-challenge.de
Die Radstrecke wurde nochmals geändert und auf 30km verlängert,
Die Laufstrecke wurde auf 8km verlängert,
Altersklassen wurden eingeführt (allerdings nur 2),
Der PSV Zittau übernahm mit seinen Kampfrichtern die professionelle Zeitnahme,
Die Veranstaltung begann schon Samstag mit einem kleinem Strandfest, welches gegen 5:00 morgens endete (was einigen aber nicht so gut bekam).
160 Sportler folgten dem Ruf der CHALLENGE – ein großer Erfolg für die Veranstaltung – nicht zuletzt auch wegen dem Bilderbuchwetter. Dabei stellte der PSV Zittau mit insgesamt 21 Startern mit Abstand die meisten Heroen und Heroinnen.
Die CHALLENGE hatte nun schon andeutungsweise einen Event – Charakter, was auch die beachtliche Zuschauerresonanz zeigte.

2003

O-SEE Challenge 2003

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2003

O-SEE-CHALLENGE 2003 – bisher „the best ever“! Alles hat gepaßt: das Wetter, die Vorbereitung, Teilnehmerzahl, die Durchführung selbst – nebst einer gelungenen Siegerehrung. Erstmals wurden im Vorfeld der Veranstaltung Sponsoren für die Veranstaltung gewonnen, um den nun schon erheblichen materiellen/finanziellen Aufwand abfangen zu können. Weitere Premieren waren:
der Aufbau eines Zielturmes durch die Fa. Gerüstbau – Kiessling, das zukünftige Wahrzeichen der CHALLENGE am Sandstrand
Eröffnungsparty mit DJ URI am Freitag
Rahmenprogramm am Samstag u.a. mit dem Test eines ersten Kindertriathlons.
Splittung der Bike- und Laufstrecke in eine Kurz- und Originaldistanz.
Weitere Abstufung der Altersklassen (insgesamt 8 !)
Einführung einer Bergprämie auf dem Hochwaldgipfel.
Abstellung der Fahrräder in speziell für MTB’s gefertigte Ständerroste.
Wesentlich großzügigere und übersichtliche Gestaltung der Wechselzone, die Laufzonen werden mit Teppichen ausgelegt.
Startnummern zur Befestigung an den Rädern und Laufdressen werden eingeführt.
Siegerpokale aus Sandstein aus dem Hause Friebolin als weitere Besonderheit der CHALLENGE werden überreicht.
Durchgängige Moderation der Veranstaltung
302 Teilnehmer, 104 Einzelstarter und 66 Staffeln haben den großen Erfolg der O-SEE-CHALLENGE 2003 perfekt gemacht. Allmählich spricht sich die CHALLENGE herum, zahlreiche Teilnehmer aus dem gesamten sächsischen Raum und Thüringen, Berlin und Bayern sind mit von der Partie und zeigten sich ganz angetan.

2004

O-SEE Challenge 2004

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2004

Zahlreiche Veränderungen, Neuerungen, ein kolossaler Fehlstart bei den Staffeln und ein weiterer Schritt hin zum überregionalen EVENT prägen die O-SEE-CHALLENGE 2004.
Optisch sichtbarster Ausdruck der vielen Neuerungen ist das neue Logo, der markante Schriftzug O-SEE-CHALLENGE in einem einprägsamen Schriftstil, kreiert von dem künstlerischen Multitalent – Rene Pech.

Aber noch ein weiterer Schriftzug ist seit 2004 dabei: XTERRA bzw XTERRA German Tour. XTERRA ist das Synonym für weltweit betriebenen Triathlonsport in der OFFROAD-Variante auf hohem sportlichen Niveau.
Das wurde zweifelsohne geboten. Dafür sorgten u.a. Katrin Helmcke und Ronny Dietz als jeweils amtierende Deutsche Meister im Crosstriathlon, Ute Schäfer als 4. der XTERRA EUROPE TOUR sowie insgesamt 115 Einzelstarter und 80 Staffeln.
Weitere schwerwiegende Neuerungen:
Umzug der Wechselzone an das „Nordufer“ des O-SEE’s.
Verlängerung der Schwimmstrecke auf 1,1 km und damit erstmalig Ausbildung eines Schwimmrundkurses.
Verschärfung der Laufstrecke als „Trailrun“.
Einführung einer Elitekategorie mit Extraanstieg für diese auf den Hochwald.
Erstmaliger Einsatz eines elektronischen Zeitnahmesystems (mit ein paar Tücken).
Start in 2 Wellen, was für einige Verwirrungen bei der Staffel sorgte.
Kreation einer O-SEE Medaille in Form des O aus Silber, gefertigt vom Zittauer Schmuckdesigner Herman Baldauf.
Aufbau eines O-SEE-CHALLENGE-eigenen Bühnen- und eines ORGBÜRO-Wagens.
Die erste KIDS-CHALLENGE mit 40 Kids !!! – Dank Dieter Donath und Mitstreiter.
Integration eines eigenständigen Beachvolleyballturniers mit 30 Mannschaften unter Leitung des GALONE e.V.
Umfangreiches Rahmenprogramm u.a. mit JENIX, DER Newcomerband aus der Oberlausitz.
Und ganz nebenbei Erarbeitung eines Fernsehclips, eines mehrsprachigen Flyers (dtsch., engl., tschech.), einer teilweise mehrsprachigen Website und und und…
Kurz – tolles EVENT mit paar kleinen Schönheitsfehlern aber hohem Erinnerungswert.

2005

O-SEE Challenge 2005

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2005

Da war er wieder – der kleine feine Quantitätssprung. Für Jeden sichtbar, der im vorigen Jahr auch dabei war. Die neue Qualität, das „EVENT“ O-SEE-CHALLENGE hingegen war schon 2004 zu spüren. Doch verbunden mit den vielen Neuerungen voriges Jahr ging auch einiges schief, wobei nach heutiger Erkenntnis die damalige Zeitmessfirma mit dem Job ziemlich überfordert und die Wurzel des Übels war.

Am Ende stand aber ein Versprechen – so eine Panne nicht noch mal!
Nun, das Versprechen konnten wir einlösen: Es war die bisher am intensivsten vorbereitete O-SEE-CHALLENGE und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Was bleibt ?
Die O-SEE CHALLENGE mit dem bisher miesesten Wetter und ein „arschkalter“ O-SEE (16°C).
Ein bis zuletzt spannender Zweikampf zwischen Ronny Dietz und Sascha Wingenfeld.
Film- und Bildmaterial in bisher nicht gekannter Fülle und Fernsehbeiträge beim MDR und Punkt 1 – Oberlausitz-TV.
Ein kläglich gescheiterter Versuch, Livebilder vom Hochwald zu bekommen (aber das ist eine andere Geschichte).
Ein „crazy“ Neuseeländer am Start.
Eine diesmal lupenreiner Start mit Schützenhilfe durch den Landrat Günter Vallentin und Schirmherr Heinz Eggert.
Spektakuläre Stürze mit glimpflichen Ausgang – bis auf einen Schlüsselbeinbruch.
Die Teilnahme des Olympioniken Maik Petzold als Oberlausitzer Aushängeschild des Triathlonsports.
Die Weitergabe von „Bennos Beißerwade“ an Werner „Beinhart“ Hänisch im Gedenken an den tödlich verunglückten Vorinhaber Ulli Nutschan.
Viele Bandanas mit O-SEE-Logo.
Erstmals ein richtig geiles Teil von Siegerpodest und keine ollen Paletten.
Eine Menge Spaß und gute Laune ringsum – kein Ärger – bis auf den alljährlichen Knöllchenfrust.
2 geschockte Ilmenauerinnen, denen man danach in Zittau die Bikes geklaut hat.
Zunehmend Teilnehmer aus Polen und Tschechien, erstmals wandern begehrte O-SEE-Medaillen ins Ausland.
355 Aktive am Samstag und 32 Kids am Sonntag

Auch muss man konstatieren, dass die Verschiebung des Hauptwettkampfes von Sonntag auf Samstag Mittag und die Einbeziehung eines Beachvolleyballturnieres in das Gesamtkonzept richtige Entscheidungen waren und die Attraktivität der O-SEE-CHALLENGE verbessert haben. Die erstmalige Zusammenlegung von XTERRA und ORIGINAL TRAIL fand ebenfalls überwiegend eine positive Resonanz auch wenn der Volkssportler absteigen musste – aber nicht nur der. Man sahs sportlich.
Wie wir den Kindertriathlon noch besser in Szene setzen, darüber haben wir ein Jahr Zeit nachzugrübeln, denn der ist durch den Tausch etwas aus dem Rampenlicht gerutscht.

Fazit

Das Synonym O-SEE ist inzwischen in aller Munde, CHALLENGE können nun schon viele fehlerfrei schreiben und das dies „Herausforderung“ heißt, hat sich auch rumgesprochen, kurz – die O-SEE-CHALLENGE hat sich in der vielfältigen Sportveranstaltungslandschaft regional und überregional etabliert, sie ist ein sportliches Kleinod geworden, welches wir uns erhalten sollten. Dazu gehört dieses ganz besondere Flair, welches von Anfang an da war und welches nur schwerlich zu beschreiben geht – diese vielfältige, oft persönliche und herzliche Verbundenheit zwischen Top-Athleten aus der Region, XTERRAs wie z.B. dieses Jahr aus Neuseeland oder Sost, Hamburg etc., Volkssportlern, Bikern, Bergsteigern, Triathleten, Surfern, Volleyballern, Organisatoren, Freunden, Familien, Sympathisanten, Förderern und Sponsoren.

Aber der eigentliche und entscheidende „Bringer“ ist – der O-SEE, in welchem sich die Bergkuppen von Hochwald, Töpfer, Ameisen- und Zigeunerberg spiegeln.

2006

O-SEE Challenge 2006

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2006

Was für ein Event am O-SEE ! Das Wetter tat sein übriges, um die O-SEE CHALLENGE 2006 in guter Erinnerung zu behalten: strahlender Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen (bei der Großwetterlage davor und danach hätte es durchaus auch Dauerregen, gepaart mit Windstärke 4 sein können). Ronny Dietz, der alte und neue Champ der O-SEE CHALLENGE und nebenbei noch Vizeeuropameister im Crosstriathlon beschrieb die O-SEE CHALLENGE 2006 auf seiner Internetseite als „hervorragend organisierten Wettkampf“.

Er muss es wissen, ist er doch in der ganzen Welt bei hochkarätigen XTERRA- Veranstaltungen am Start. Und das war sie meiner Meinung auch – gut organisiert und vorbereitet. Ein mit gewaltigem Aufwand aufgebautes Wettkampf- und Zuschauerareal am O-SEE, super ausgeschilderte Strecken und ein Heer von gut aufeinander eingespielten Ordner, Helfern und Rettungsdiensten sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung, das gilt ebenfalls für die Sonntagsveranstaltungen. Was da so nur für das Wochenende am O-SEE aus dem Boden gestampft wurde, kann schon euphorisch mit „O-SEE City“ bezeichnet werden.

In Vorbereitung der Veranstaltung hat die Zusammenarbeit mit Haupt- und Topsponsoren (VW, Oppacher, Volksbank Löbau-Zittau, Stadtwerke Zittau) und der Gemeinde Olbersdorf eine neue Qualität erreicht. Erstmals kam es auch zu einer Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund Löbau-Zittau.
Natürlich gibt es bei Events dieser Größenordnung auch immer wieder Dinge, die zu verbessern sind. Bei uns:
Die Streckenführung der Laufstrecke des REDUCED TRAILS muss geändert werden, so dass kein Zusammentreffen mehr mit Bikern möglich ist ,
der Verpflegungspunkt für die MTBr vor dem Hochwald muss vorgezogen werden,
der Verpflegungspunkt der Läufer vom ORIGINAL TRAIL muss vorgezogen werden
ein Sonnensegel im Bereich des TEAM- Wechselbereichs und ein zusätzliches Umkleidezelt muss her,
die Startwellen TEAM und REDUCED müssen getauscht werden, damit die ersten REDUCER nicht vor dem ORIGINAL – Sieger im Ziel sind,
korrekte und in allen Publikationsformen übereinstimmende Ausschreibungen/Wettkampfinfos hinsichtlich der Wertungsdarstellung und Prämierung vermeiden Irritationen.

Eine Sache sorgte darüber hinaus für ziemlichen Wirbel, mit dem keiner rechnen konnte: Moderator Andi Clauß gingen bei der Moderation des Wechsels Schwimmen/Rad und dem Anblick der athletischen Frauenkörper etwas die Pferde durch. Hier stimme ich der Kritik der Zuschauer/innen und Teilnehmer/innen vorbehaltlos zu, derartige Anzüglichkeiten haben bei einer Triathlonveranstaltung nichts zu suchen. In einer persönlichen Stellungnahme hat er sich im Gästebuch ja auch dann entschuldigt und ich hoffe, bis zur O-SEE CHALLENGE 2007 hat man ihm verziehen.

Auch 2006 gab es wieder einige Neuerungen:
zweisprachige Moderation aufgrund der XTERRA CZ TOUR –Integration
erstmalige Austragung der Sachsenmeisterschaft im Crosstriathlon
die Freigabe der REDUCED Strecke für alle
ein umfangreiches Rahmenprogramm für den Sonntag
keine getrennte Wertung mehr zwischen XTERRA und „Hobbyklasse“ bei ORIGINAL TRAIL

Während die ersten 4 Neuerungen ganz klar zu einer weiteren Profilierung der O-SEE CHALLENGE hin zu dem Sommersportevent in der Region führten, gab die Zusammenlegung der XTERRA und „Hobby“-Wertung Anlass zu teilweiser scharfer und nicht immer sachlicher Kritik seitens der ambitionierten Volkssportler. Dazu habe ich im Gästebuch bereits schon Stellung bezogen. Zu dieser Thematik wird es immer ein für und wider geben, es macht auch keinen Sinn, darüber nochmals lang und breit zu referieren. Vielleicht machen wir wieder eine Trennung, obwohl ich es persönlich für eine willkürliche Trennung zum Schutz der einheimischen besseren Athleten empfinde. Wenn es diese Trennung 2007 wieder gibt, dann jedoch mit folgenden Konsequenz: Die Prämierung der Hobbyclass wird auf eine Siegerehrung der Top 10 bzw. Top 5 bei den Frauen reduziert, da die Altersklassenwertung zu einer nicht vertretbaren Bevormundung der Hobbyclass gegenüber der XTERRA-class führt. Außerdem ist die AK-Siegerehrung für uns kaum noch handhabbar, denn Fakt ist: Seit Jahren haben wir das Problem der missglückten Siegerehrungen. Entweder zu lange Vorbereitungszeit, zu langwierige Durchführung, Fehler bei Platzierungen, Platzierte sind zur Ehrung nicht mehr da – kurz die Siegerehrungen haben mehr für Frust und Verärgerung auf beiden Seiten geführt, als dass es ein entspannter Ausklang war. Daher: Wenn getrennte Wertung , dann nur noch zwei großen Siegerehrungen: einmal Top 5 m/w mit Preisgeld für XTERRA, einmal Top 10 mit Preisen für die Hobbyclass. Ob es eine weitere Prämierung der Senioren in ähnlicher Form, also Top 5-Siegerehrung m/w für alle Senioren-AK´s bis Alter X gibt, ist zu prüfen.

Bei der REDUCED- Wertung gibt es dann ebenfalls nur noch eine TOP 5 m/w – Siegerehrung.
Unabhängig von den Siegerehrungen erfolgt die Wertung in den Ergebnislisten in den üblichen Altersklassen gemäß Sportordnung, also keine zusammengefassten O–SEE-Sonder AK´s mehr !
Bei den TEAM´s bleibt alles beim Alten, das hat sich so bewährt.
Dazu gibt’s vielleicht noch paar Sonderpreise und natürlich die Beißerwade – und das war es auch (zzgl. evtl. wieder Sachsenmeisterschaft).

Was gab es 2006 sonst noch zu berichten:
Erstmalig hatten wir einen richtigen Zielbogen mit Wettkampfuhr (sah gleich ganz anders aus),
erstmalig über 400 Aktive (ohne KIDS), davon 47 Tschechen,
eine leider stagnierende Teilnehmerzahl bei den KIDS (30 Starter),
ein Fesselballon über dem O-SEE zum Abschluss,
ein superschneller REDUCED Sieger, welcher sich bei der Laufrunde noch total verlaufen hat,
eine gute Musikband zur AWARDS Party, was aber keinen so richtig interessierte,
Stress mit bissigen Kampfrichtern des STV,
erstmals Teilnehmer aus der Schweiz sowie ein Vietnamese, welcher aber nach dem Schwimmen (gottseidank) aufgab,
ein gegenüber 2005 wesentlich kurzweiligerer Sonntag mit KIDS CHALLENGE, Nordic-Walking Treff, O-SEE GALONE, Family Fitness Parcour und Rahmenprogramm,
ein gestresster ORGTEAMER Steffen, der jeden Moment hätte Papa werden können, das Töchterchen hat aber netterweise bis Montag gewartet.

Abschließend: Es hat viel Arbeit, aber auch unheimlich viel Spaß gemacht, die O-SEE CHALLENGE 2006 zusammen mit dem ORGTEAM vorzubereiten und durchzuziehen. Die große Bereitschaft von so vielen, aktiv an der Durchführung mitzuwirken, fast ist es wie eine große Familie, die sich für eine Woche am O-SEE zusammenfindet (die O-SEE FAMILY), entschädigt den Stress, den ich mir ein ganzes Jahr zusätzlich neben dem beruflichen Chaos auferlege. Es ist ein gutes Gefühl zu erleben, welche Eigendynamik die O-SEE CHALLENGE inzwischen hat, ich kann selbst nur staunen, wie sie sich von Jahr zu Jahr entwickelt und die dabeiO-SEE FAMILY stetig wächst.

Vielen Dank an alle, die in irgendeiner Art bei der O-SEE CHALLENGE 2006 mitgemacht haben !

Wir sehen uns wieder, höchstwahrscheinlich am 18./19. August 2007 !!!

2007

O-SEE Challenge 2007

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2007

Der Präsident des Olympischen Komitees vergibt nach den Spielen immer Prädikate. Großer Jubel bricht aus, wenn es, wie in Sydney geschehen heißt: „The best games ever !“. Das würde ich vorbehaltlos auf die O-SEE Challenge 2007 übertragen:

Es war die beste bisher, in jeder Hinsicht: Wetter, Stimmung, Organisation, Resonanz, Rahmenprogramm, Zuschauerzahl, Zusammenarbeit mit Sponsoren und Kommunen – alles paßte. Neben den Gästebucheintragungen habe ich auch viele persönliche E-Mails von Teilnehmern erhalten, welche eine Gänsehaut bei mir hervorriefen. So urteilten die Loubkova Schwestern (CZ), dass die Stimmung hier besser als auf Maui/Hawaii zur WM ist. Der Sieger über den XTERRA Trail und neue Deutsche Meister Felix Schumann sprach von einem „Hammer-Event“ usw. Auch der unglücklich disqualifizierte MTB-Profi Jörg Scheiderbauer äußerte sich lobend. Er ist selbst Ausrichter von MTB-Weltcuprennen Aber er sprach auch von dem Potenzial, welches das Event noch birgt, welches XTERRA in Deutschland generell noch birgt. Selbst der als äußerst kritisch geltende Technische Delegierte der DTU, Norbert Kehl äußerte sich im Punkt 1 Oberlausitz Fernsehen sehr zufrieden und angenehm überrascht, auch im Vergleich zu Titisee.

Natürlich hat die Tatsache, dass wir innerhalb des 1. Laufes gleichzeitig auch die Deutsche Meisterschaft ausgerichtet haben, einen deutlichen Schub bgl. nationaler und internationaler Bekanntheit gebracht, auch wenn es sich in den Starterzahlen für die DM nicht so niedergeschlagen hat, wie wir es uns vorgestellt hatten. Hier kostete uns die zeitgleich stattfindende XTERRA Germany einige Teilnehmer, unter ihnen Ronny Dietz und Sascha Wingenfeld. Trotzdem, die Entscheidung, sich um die Ausrichtung der DM zu bewerben war goldrichtig !

Die O-SEE Challenge 2007 war auch wieder von zahlreichen Neuerungen geprägt, welche sich allesamt positiv auf die Entwicklung des Events ausgewirkt hatten:
die Einführung der 3. Streckenkombination, dem XTERRA TRAIL für die „echten“ Cross-Triathleten, damit ist die leidige Diskussion bzgl. der Wertung von Triathleten und Cross-Fans endgültig beendet
damit verbunden 4 verschieden Wertungsläufe, ein Mammutprogramm für uns Organisatoren; die Zuschauer hat´s gefreut, denn diese 1,5stündige „Totzeit“, wenn die Biker auf der Strecke sind“, ist durch den Versatz der Startzeiten nahezu kompensiert
die Änderung der Laufstrecke des REDUCED TRAILs, damit kam es zu keinen gefährlichen Kollisionen mehr mit den einfahrenden Bikern, die Laufstrecke wurde so auch für die O-SEE light-Starter spektakulärer.
eine großzügiger gestaltete Wechselzone mit Umkleide/Aufbewahrungszelt
die Integration eines 2-tägigen Dirtbike-Contests in das Rahmenprogramm; da geht auch och was -aber es war ein viel versprechender Beginn, die Zuschauer waren begeistert – ich auch.
Zusammengefasste Wertungen für die Siegerehrung. Erstmalig war die Siegerehrungsmarathon kein Stimmungskiller, trotzdem kann hier noch weiter gestrafft werden. Die Teilnehmerzahlen beim O-SEE light rechtfertigen keine 2 Siegerehrung der Top 10/Top5. Man stand da schon bei recht mäßiger Leistung auf der Bühne…, Die Athleten hat es gefreut, aber Im Vergleich zu den anderen Läufen war es etwas unfair.
die offizielle Veranstaltungseröffnung am Freitag mit Wettkampfpräsentation

Bewährt hat sich die zweisprachige Moderation, Triathlonurgestein Andy Clauß und Michal Mazac aus Liberec bilden ein gutes Team. Man merkt auch, dass sie selbst hinter der Veranstaltung stehen. Michal freut sich immer schon das ganze Jahr drauf, sagt er. Und Andy hat seinen Ruf gegenüber 2006 wieder aufgebügelt, die Frauenwelt hat ihm verziehen…

Die Moderation war kurzweilig und unterhaltsam. Was ich selbst etwas schade fand: die persönliche Note der Moderation gegenüber den Teilnehmern ist etwas verloren gegangen, das Eingehen auf einzelne Personen. Aber wer hat schon so viel Hintergrundwissen zu den Teilnehmern, insbesondere den Locals ? Vielleicht werd ich doch wieder das Micro in die Hand nehmen, mich kribbelte es schon, wenn ich diesen oder jenen gesehen habe …

Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten heißt es so schön, was waren die Schwachstellen ?
Die kritischste: ganz klar – die Zeitnahme. Das dienstleistende Unternehmen war dem Niveau und den Anforderungen teilweise kaum noch gewachsen. Wenn das schon Außenstehende bemerken, ist dies besorgniserregend. Wir werden die Konsequenzen daraus ziehen.
Eine problematische Stelle auf dem XTERRA TRAIL war der Zu- und Abstieg zum Ameisenberg. Der von uns in Kauf genommene ca. 150m lange Gegenverkehr wurde von vielen Athleten als kritisch bzw. gefährlich angesehen. Hier muß nachgebessert werden, wie weiß ich noch nicht, aber bisher ist uns immer was eingefallen.
Ebenfalls am Ameisenberg haben sich einige, mir sind konkret 3 Athleten bekannt, verfahren, weil sie den Punkt, an dem man wieder nach Oybin herunterfährt, verpasst haben. Ausgeschildert war er definitiv. Hier kann aber durch eine rigide Absperrung des Geradeausweges in Zukunft Abhilfe geschaffen werden.
Durch den zeitlichen Versatz der Starts kam es zum MTB-Gegenverkehr von heimkehrenden XTERRAs und losfahrenden O-SEE light-Startern im Bereich zwischen Tunnel und Mittelweg mit teilweise gefährlichen Situationen. Diese Situation kann durch ein Tuning an den Startintervallen entschärft werden. Wir kennen ja nun die Passierzeiten.
War zwar nicht so schlimm, aber für uns stressig: Der Bereich vor dem Zielturm. Besucherströme und Athleten sind dort kaum noch zu steuern, hier ist wohl Brücke Nr. 3 fällig…
Die Siegerehrung zur DM etwas dürftig. Einen würdevolleren Akt hätten die Athleten verdien, auch wenn einige schon nicht mehr anwesend waren.

Ein besonderes Kapitel ist unsere diesjährig erstmals ausgerufene Crosscup-Serienwertung (ZGL, Sparkassencup MTB und O-SEE Challenge) für die Locals. Mit Ralf Goße (PSV) und Christiane Slansky (ASVL Waltersdorf) hat sie sicher würdige Gewinner gefunden. Hier muss aber am generelle Konzept der Wertung und der Punkteerfassung nachgebessert werden. Die automatische Erfassung aller Teilnehmer an den 3 Wettkämpfen für die Serienwertung ist wahrscheinlich die fairere Variante, als die des freiwilligen Einschreibens, zumal hier auch Informationen bzgl. des Wertungswunsches beim ZGL und beim MTB-Rennen verloren gingen. Vielleicht müssen wir auch die 25km MTB für die Frauen mit in die Wertung einbeziehen und den REDUCED TRAIL, denn ansonsten ist die Beteiligung bei den Frauen etwas „dünne“. Nehmen wir es als Versuchsphase, die Grundidee ist gut.

Was es sonst noch so gab:
Fast 500 Aktive, also Teilnehmerrekord
Unsere Technikfreaks haben es erstmals geschafft, Livebilder vom Hochwald und vom Start in das ORGTEAM-Zelt zu zaubern, es geht also – vielleicht nächstes Jahr dann auch für die Öffentlichkeit
eine schöne Helferparty, auf der Benno versprach, die Helferbetreuung zu verbessern (infos, Service), denn wer den ganzen Tag oder mehr für uns ans Bein bindet, soll auch etwas davon von uns zurückbekommen.
eine Anzeige wegen kurzzeitigen nicht genehmigten Wasserskifahrens am Sonntag

Es war wieder sehr spannend, die O-SEE Challenge vorzubereiten, dann zu sehen wie O-SEE City für 3 Tage zum Leben erwacht und pulsiert. Es war wieder faszinierend, diese Sympathie und das Interesse der Region für das Event zu spüren – meinen herzlichsten Dank an dieser Stelle an alle Helfer, Fans, Sponsoren, Aktive. Und es war wohltuend, dieses Wochenende mit der inzwischen schon ziemlich großen O-SEE Family zu verbringen.

Wir sehen uns voraussichtlich am 23. /24. August 2008 zur O-SEE Challenge 2008 wieder. Laßt es Euch bis dahin gut gehen !

2008

O-SEE Challenge 2008

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2008

Die O-SEE Challenge 2008 wird als „Regen-Challenge“ in unsere Geschichtsschreibung eingehen. Aber das war auch das einzig wirklich Negative, was es zu sagen gab. Für viele Athleten war es dabei sooo negativ nicht, sondern XTERRA pur. Wer gut durchgekommen ist, war im Ziel vollgepumpt mit Adrenalin, man muß nur die Bilder ansehen – spektakulär. Die heimlichen Helden waren aber für mich dieses Jahr die vielen Helfer, welche Samstag in Dauerregen und Kälte stundenlang an einer Stelle ausharrten und trotzdem immer freundlich und gut drauf waren oder die vielen Freunde, die am Donnerstag und Freitag O-SEE City für rund 48 Stunden erstehen ließen, dabei am Freitag Sturm und Regen trotzend.

Trotz der widrigen Wetterbedingungen am XTERRA-Tag – es war wieder ein wunderbares Event. Wir können stolz darauf sein. 8 Jahre stetige Entwicklung, fokussiert auf ein Wochenende haben ein komplexes Outdoor-Sportevent von einmaligem Flair geschaffen. Ich denke, wir sind bzgl. der Organisation in der 1. Liga der europäischen Cross-Triathlonveranstaltungen angekommen. Und dies spricht sich herum, die Herkunft der Teilnehmer wird immer internationaler. Es spricht sich herum, dass sich der Weg in die südöstlichste Ecke Deutschlands in jeder Hinsicht lohnt: landschaftlich spektakulär, sportlich anspruchsvoll, organisatorisch top, super Atmosphäre, gutes Preisgeld für die Elite, Gastfreundschaft – alles nachzulesen im Gästebuch unserer Internetseite. Dieses Image haben wir Stück für Stück aufgebaut und es ist immens wichtig für die weitere Zukunft der O-SEE Challenge. Es spricht für uns, dass wir unbeirrt unsere Linie fahren während gleichzeitig vergleichbare hochkarätige Veranstaltungen in Europa reihenweise abgesagt werden müssen. Bei den großen XTERRA-Veranstaltungen ist viel Geld im Spiel (z.B. Lizenzgebühren, Preisgelder, Kosten für Offizielle usw.). Geld, was nur durch Sponsoren erbracht werden kann. Hat man die, ist alles bestens, hat man sie nicht, droht der Absturz. Ich bin froh und dankbar, so eine vielfältige Unterstützung bei Kommunen und hiesigen Unternehmen zu erfahren, es ist die Basis für stabile finanzielle Verhältnisse, ausreichend um die O-SEE Challenge auf ansprechendem Niveau sicherstellen zu können. Aber wir sind hier am Limit angekommen. Nun gilt es klug zu handeln, auch überregionales Sponsoreninteresse zu wecken, die Medienpräsenz zu erhöhen, um dauerhaft als namhaftes Event in Europa wahrgenommen zu werden, das hat die O-SEE Challenge verdient, das hat unsere schöne Oberlausitz verdient. Ob uns das gelingt, ich weiß es noch nicht. Was ich weiß, ist, dass man auf uns zugeht und uns einen Platz in der 1. Liga anbietet. Die DTU hat bereits angekündigt, uns die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft für weitere 3 Jahre zu übertragen und der Chef der XTERRA Global Tour Dave Nicholas (USA) hat sich für diese Woche in Zittau angekündigt. Wir sind gespannt, was er uns zu sagen hat.

Nun zu den Facts 2008

Grundtenor

Es wurde auf Bewährtes gesetzt: Moderation, Rituale, Rahmenprogramm. Wir haben unseren eigenen, unverwechselbaren Stil gefunden, unsere Markenzeichen – das ist gut. Und zur Marke O-SEE Challenge gehört zweifelsohne die Kids-Challenge, mit 50 Teilnehmern top besetzt, zunehmend auch hier Teilnehmer jenseits der „ 0“-Postleitzahlenbereiche.

Neuigkeiten?

Auf den Strecken nur wenige:
Die XTERRA-MTB-Passage im Bereich Ameisenberg wurde neu gestaltet und hat bisher nur lobende Worte gefunden.
Der Schwimmstart wurde in den Bereich des Festplatzes umverlegt, damit sind die Wege kürzer, der logistische Aufwand hat sich so verringert.
Die Schwimmstrecke des ORIGINAL TRAILs wurde nun auch mit einem Zwischenlandgang veredelt.
In der jetzigen Konstellation haben wir nun drei Streckenkombinationen, die so in den nächsten Jahren weitestgehend unverändert belassen werden können. Dies findet bereits seinen Ausdruck darin, dass wir begonnen haben, die Strecken ganzjährig mit dem leuchtenden roten Punkt zu markieren. Die drei Trails sind also auf dem besten Wege, MTB-Klassiker im Zittauer Gebirge zu werden.

Kritikwürdiges/Verbesserungen

Vorab, es gibt immer weniger zu bemängeln, aber es gibt sie, die Schwachpunkte:
keine Duschen, keine Bikeduschen, Diese Tatsache ist bei solchem Sauwetter, wie wir es hatten, ein unhaltbarer Zustand. Aber die Errichtung von Duschen ist nicht ohne, da am Strand keine Möglichkeiten zu Abwassereinleitung bestehen, hier ist Innovation und Improvisation gefragt.
mal wieder die Zeitnahme, insbesondere die Auswertung; zu viele kleine Unzulänglichkeiten und Schusseleien bei der Auswertung, zu viel Stress – hier ist die Zeitnahmefirma gefordert.
als gutgemeinte Absteigeaufforderung vom MTB wurde der „Sandkasten“ einigen zum Verhängnis, wir werden nächstes Jahr darauf verzichten,
warme Getränke fehlten,
die Koordination der vielen Helfer und deren Betreuung war teilweise „etwas unkontrolliert“
die mediale Präsentation muß verbessert werden (was aber für uns „nobodies“ sehr sehr schwer ist)

Was es sonst noch so zu berichten gab:
512 Aktive, also Teilnehmerrekord und magische Marke überschritten (trotz der Wetterkapriolen)
das erste Tandem war am Start – Hut ab !!!
eine geklaute Webcam vom Hochwaldturm
ein Landrat, der sich Stroh vor die Füße streuen musste, damit er trockenen Fußes ins Festzelt kommt
eine improvisierte „intime“Siegerehrung zur DM im Anmeldezelt bei Dauerregen
Maik Petzold als Teilnehmer und Promi bei der Kids-Challenge
eine stimmungsvolle Challenge Awards-Party mit Jolly Jumper und Regenschirmen / Gummistiefeln

Abschliessend kann ich es nur wiederholen: Ich bin unheimlich stolz auf die O-SEE Challenge. Und ich bin stolz und froh, so ein O-SEE Team um mich herum zu wissen, eine Truppe, welche im entscheidenden Moment über sich hinauswächst und ein Superding hinlegt. Zuverlässig, souverän, routiniert einerseits – emotional, improvisierend, gut drauf andererseits ! Danke liebe O-SEE – Family ! Wenn es Euch nicht gäbe… hätte ich schon längst das Abenteuer O-SEE Challenge beendet. Aber so werde ich wohl wieder ein Jahr dranhängen (macht ja auch „a biss´l“ Spaß).

Benno

2009

O-SEE Challenge 2009

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2009

Abschußstatement zur Challenge 2009 von Benno

„Kaum noch zu toppen“ sagen die einen überwältigt, „schon, schon aaaber…“ die anderen, meist Insider oder welche, die von der Materie was verstehen. Fakt ist aber, es war „The best Challenge ever“. Und das nicht nur wegen dem Super-Wetter. Klar, nach der Regen-Klatsche von 2008 waren alle hochmotiviert, endlich das volle Potenzial des Events zu aktivieren. Das ist gelungen. Dank Petrus konnte sich die O-SEE CHALLENGE 2009 in voller Blüte entfalten, dabei alle Rekorde brechend. 713 Athleten aus 17 Ländern! Ein wahrhaft internationales Event, und das hier in unserem verträumten Eckchen. Ermöglicht hat diese rasante Entwicklung u.a. der Beitritt der O-SEE CHALLENGE zur Familie der großen XTERRA-Events der Welt. Gleichauf mit den nationalen Events in Frankreich, Tschechien, Italien, Öserreich, Neuseeland, USA etc. ! Es war eine Entscheidung, mit der wir lange gerungen haben, denn die XTERRA-Rennen sind neben dem hohen technischen und organisatorischen Standard, den wir als Veranstalter garantieren müssen mit zusätzlichen, für uns erheblichen Kosten verbunden (Lizenzgebühren, Preisgelder, erhöhter Werbeaufwand etc.). Aber ich bin sicher, dass es die richtige Entscheidung im Sinne des Events und im Sinne des Naturpark Zittauer Gebirge war. Nun sind hier andere gefragt, um auf den Zug aufzuspringen.

Zurück zum eigentlichen: Ich habe die O-SEE CHALLENGE 2009 als rundum gelungen empfunden, voller „good vibrations“. War selbst für uns als ORGTEAM zu spüren. Wir haben noch nie so „entspannt“ unseren Job gemacht, noch nie ging der aufwändige Auf- und Abbau von O-SEE City so reibungslos, auch Dank der vielen, vielen Helfer (und den Erfahrungen aus 8 Jahren O-SEE CHALLENGE). Am O SEE herrschte eine Atmosphäre der Weltoffenheit, Ausgelassenheit, sportlicher Fairness, Spaß, Vertrautheit. Die O-SEE Family hatte ein wunderbares Wochenende, AFTER RACE PARTY inclusive. Plainsteel hat den O-SEE richtig rocken lassen. Jedoch: inzwischen machen wir einen Riesenspagat zwischen Volksfest und Profiveranstaltung. Die O-SEE CHALLENGE ist schon lange keine Flitzidee mehr von paar wenigen, sie ist eine Angelegenheit von allgemeinem öffentlichen Interesse. Komischereise ist das bei Entscheidern der Region und potenziellen Nutznießern teilweise noch nicht so angekommen, da ist die Volksseele schon wesentlich weiter, gottseidank. Für mich, als dem personifizierten Gewissen der O-SEE CHALLENGE zeigt sich diese Gratwanderung in vielfältige Widersprüchen die sich einem auftun,
wenn er hinter die Fassade schaut, z.B.:
1. Einerseits demonstriert die O-SEE CHALLENGE eindrucksvoll, wie wichtig sie für die Region inzwischen ist, nämlich ein Markenzeichen und hocheffektiver Werbeträger für den Naturpark Zittauer Gebirge. Andererseits ist das Interesse und die Resonanz jenseits der Grenzen von Zittau und Olbersdorf für die Veranstaltung relativ verhalten.
2. Einerseits kommt inzwischen die Weltelite der Cross-Triathlonsportes an den O-SEE, andererseits schaffen es die Ergebnisse nicht über eine Erwähnung auf der lokalen Sportseite hinaus, oftmals nach den Ergebnissen der 2. Kreisliga Fußball – eine Schande, auch peinlich.
3. Einerseits ist die O-SEE CHALLENGE ein inzwischen extrem aufwändig oranganisiertes Event mit professioneller
Koordination bis ins letzte Detail, andererseits erfolgt die Geldbeschaffung alljährlich in der Art einer „Klingelbeutelfinanzierung“, extrem zeitraubend und mit enormer Demut. Und die Angst, „doas de Pfennge ne reechen“ ist allgegenwärtig (letztlich hält ein kleiner Verein bzw. ich den Kopf dafür hin).
4. Einerseits präsentieren wir uns gut, unsere Werbung und unser Erscheinungsbild kommt an, andererseits gelingt es uns nicht, hochkarätige Sponsoren aus der Sportindustrie zu finden. Ich will nicht jammern. Ich will nur darstellen, dass es bei all der erfreulichen Entwicklung, die die O-SEE CHALLENGE in den wenigen Jahren genommen hat, immer noch verdammt viel zu tun gibt, um sie dauerhaft als DAS EVENT des Naturparks Zittauer Gebirge zu etablieren, weniger handwerklich, mehr strategisch. Die Allianz mit der Tourismusmarke „Outdoor Land“ ist da ein guter Ansatz, aber noch ganz am Anfang seiner Möglichkeiten.

Nun zu den Facts 2009

Neuigkeiten

  1. Auf der Schwimm- und MTB-Strecke gar keine, der Railrun wurde im letzten Drittel noch etwas zackiger gelegt.
  2. Eine kultige Streckenpräsentation für den XTERRA TRAIL als Video, selbst die Profis einschl. dem XTERRA-Managementhaben stehend applaudiert.
  3. Ein speziell für uns aufgebauter Küchenwagen im O-SEE Outfit.
  4. Schickes Flatterband mit den O-SEE Logo und Logo vom Naturpark bzw. „Outdoor-Land“-Logo.
  5. Mit TRIALOGEVENT hatten wir eine eine neue Zeitnahmefirma, mit der wir sehr gut klargekommen sind.
  6. Erstmals wurden die vielen Helfer an einem eigens eingerichteten Helferpoint betreut, hat gut funktioniert. Ansonsten haben wir unser Rituale gepflegt, Bewährtes beibehalten. Das ist ok. Kritikwürdiges/Verbesserungen: Erstaunlich viel – hier das Wichtigste (aus meiner Sicht)
  7. die letzten O-SEE Light-Starter dürfen nicht mehr unkontrolliert mit den XTERRA-Startern im Bereich Mittelweg und Gartenweg kollidieren, das riecht nach Streckenänderung…
  8. Eine vollwertige Verpflegungsstelle muss auf dem Hochwald installiert werden, nicht nur Kontrolleposten.
  9. Baustelle website – die muss völlig überarbeitet werden, sie hinkt der Entwicklung des Events hinterher
  10. Anpassung der Organisationsstruktur bei der KIDS CHALLENGE an die erhöhten Teilnehmerzahlen (>100 Kids).
  11. Ein totaler Umbau des Servicebereiches ist notwendig, so dass ein besserer Blick für die Zuschauer auf die Zielzone möglich ist (Umsetzung Meldezelt, ORGETAM-Wagene etc.).
  12. Siegerehrung der AK´s für den XTERRA-Lauf (Forderung des XTERRA-Managements). Allerdings: das Wie, Wann, Wo ist bei dem straffen Zeitplan noch völlig unklar.

Was es sonst noch so zu berichten gab:

  1. 713 Aktive, damit wurde der Teilnahmerekord von 2008 förmlich pulverisiert; besonders schön: am Sonntag über 100 Kids !
  2. ein Rennleiter, der sich in voller Montur ins Wassser stürzt, um die Startordnung für den 1. Lauf wieder herzustellen
  3. Christiane Slansky (ASVL)wurde von mir als würdig befunden, die „Beißerwade“ als Ehrenpreis für die Sportlerpersönlichkeit schlechthin in Empfang zu nehmen.

Wir sehen uns wieder zur „Jubiläums“- O-SEE CHALLENGE 2010 am 13.-15. August 2010 !

2010

O-SEE Challenge 2010

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2010

Die O-SEE CHALLENGE 2010 sollte einer Jubiläumsveranstaltung würdig sein und wurde daher so akribisch wie nie zuvor vorbereitet. Ein 3-tägiges Event mit Spitzen- und Breitensport, Unterhaltung, Partystimmung und für unsere Region beispielsloser Internationalität waren die Vorstellungen aller Beteiligten. Erstmals richtete das ORGTEAM eine Geschäftsstelle ein, um eine professionelle und kontinuierliche Vorbereitung des Events zu gewährleisten. Zusammen mit dem Outdoorland-Label wurde eine Sonderbroschüre gestaltet und und und. Die Resonanz auf die verstärkten Bemühungen war beachtlich: Mit Schließung des Online-Meldeportales lagen bereits ca. 700 Meldungen aus 21 Nationen vor. Die Prominenz der XTERRA-Szene war fast komplett gemeldet, der Managing Director der XTERRA GLOBAL TOUR Dave Nicholas aus Hawaii bereits angereist. Doch dann beendete eine Hochwasserkatastrophe in Ostsachsen von bisher ungekanntem Ausmaß abrupt alle Planungen: Aufgrund massiver Sicherheitsbedenken musste die O-SEE CHALLENGE 2010 abgesagt werden. Was dann folgte war für die Organisatoren und Athleten gleichermaßen ein Wechselbad der Gefühle: Riesenenttäuschung, Frust und Sorgen über den Fortbestand des geliebten Events einerseits, das Erfahren von Solidarität und weltweiter Sympathiebekundung andererseits, diese Erleben schweißte die O-SEE Family noch mehr zusammen. Und so gab es erstmalig in der Geschichte der O-SEE CHALLENGE eine öffentliche ORGTEAM-Versammlung, an der ca. 100 O-SEE Sympathisanten über die Zukunft des Events beratschlagten. Die Tendenz war klar – es geht weiter, jetzt erst recht. Damit dies möglich ist, verzichteten ca. 90 % der gemeldeten Starter auf Startgeldrückzahlungen, die Sponsoren hielten uns auch weiterhin die Treue. Und so rappelte man sich wieder hoch, verschickte tapfer die T-Shirts an die gemeldeten Starter, spendete einen Teil der Startgelder an die Stadt Zittau und die Gemeinde Olbersdorf für die Instandsetzung flutgeschädigter Wege im Gebirge und am O-SEE und organisierten Kleider- und Sachspendenaktionen für die, welche durch das Hochwasser alles verloren haben.

Außerdem wurde noch ein Projekt in Angriff genommen: Die Ausrichtung der XTERRA EM 2011. Die Bewerbung dafür hatte Erfolg, denn beim Treffen aller Europäischen XTERRA-Veranstalter am Genfer SEE vergab man die Ausrichtung an die O-SEE CHALLENGE bzw. an den XTERRA GERMANY. Und so sorgt selbst eine nicht stattgefundene O-SEE CHALLENGE für Furore.

2011

O-SEE Challenge 2011

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2011

Stehende Ovationen für den Hauptwettkampf am Samstag und eine ziemlich „versemmelte“ Kids-Challenge. Die „O-SEE“, wie sie inzwischen von vielen liebevoll genannt wird, war geprägt von Gegensätzen und Extremen: Am Freitag ein brutales Unwetter, welches sämtliche Bemühungen, eine angemessene Eröffnung zu zelebrieren, im Wasser ersaufen ließ einerseits, Bilderbuchwetter am Samstag und Sonntag dagegen (Gott sei Dank) andererseits. Computerchaos am Freitag, nahezu reibungslose Abläufe am Samstag. Euphorie der Teilnehmer am Samstag und amoklaufende Eltern am Sonntag. Insgesamt würde ich der 2011er Veranstaltung wieder mal einen Meilensteincharakter zuschreiben. Das war ein Sportevent der Extraklasse und Volksfest zugleich. Außenstehende konnten nur staunen, was da abging am O-SEE. So z.B. der vielzitierte Mr. Dave Nicholas aus Hawaii, extra angereister managing director der XTERRA Global Tour, oder kürzer XTERRA Boss weltweit. In seinem, im Internet regelmäßig erscheinenden Race Report schreibt er: “The O-See organization is absolute first rate and this event was truly worthy of being called the European Championship”. Und das sagt einer, der seit 15 Jahren jährlich zig Rennen begleitet und kommentiert, Wir sind also mit unserer O-SEE Challenge ganz oben angekommen, wir – ein Haufen sportverrückter Enthusiasten.
Das verdient Respekt, ohne Zweifel. Inzwischen dämmert auch dem letzten Skeptiker, dass die O-SEE Challenge dieser Ecke wirklich gut tut, u.a. auch in psychologischer Hinsicht. Sie ist die Antwort auf den in dieser wirtschaftlich und politisch arg gebeutelten Region oftmals vorherrschenden Frust, die Verdrossenheit und Resignation. Die Botschaft ist klar: Wir leben in einer tollen Gegend, wir sind weltoffen und gastfreundlich, wir können großartige Events auf die Beine stellen, trotz klammer Kassen allenthalben. Und wirtschaftlich hinterlässt die O-SEE Challenge inzwischen auch ihre Spuren, denn ganz nebenbei sorgt sie dafür, dass bei den hiesigen Hotel und Pensionsbesitzern etliche tausend Übernachtungen gebucht werden. Die Amis sagen, Zittau liegt doch verkehrstechnisch echt gut – eine Stunde vom Flughafen Prag oder Dresden – das ist keine Entfernung. Wir sehen das hier immer noch anders. Und so konnte man bereits ab Dienstag in der Stadt neue Gesichter sehen: eine Truppe gutgelaunter Portugiesen in Nationalflagge gehüllt, eine Abordnung aus Sardinien, sportlich aussehende Menschen in XTERRA-Klamotten schlendern durch Zittau und bevölkern die Cafés. Franzosen und Amerikaner fahren gemeinsam die seit diesem Jahr erstmals permanent ausgeschilderte XTERRA-Strecke und treffen auf die „Einheimischen“. Sofort macht man mit Händen und Füßen einen Schwatz. SO SOLL ES SEIN! So international war die O-SEE Challenge in der Tat noch nie; 23 Nationen haben sich in die Startlisten eingetragen, nahezu vollständig versammelte sich die Weltelite am O-SEE, angeführt durch die amtierende Weltmeisterin Shonny Vanlandingham. Und alle waren hochzufrieden und begeistert. Es war eine würdige Europameisterschaft.

Nun zu den Facts 2011

Neuigkeiten

  • Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wurde relativ kurzfristig das gesamte Konzept des Schwimmablaufs umgekrempelt und der Schwimmstart kurzerhand an die Stelle des Ziel verlegt, da dort das Areal wesentlich weitläufiger und zuschauerfreundlicher ist. Der Landgang von ca. 50 m zwischen den Runden ist zuschauerfreundlich und erhöht die Attraktivität des Schwimmens.
  • Wegen der immer noch nicht behobenen Zerstörungen der MTB –Strecke durch das Hochwasser von 2010 musste die Strecke im Bereich der Brandhöhe in Lückendorf geändert werden. In dem Zusammenhang wurde die MTB-Strecke für die XTERRA’s in Jonsdorf verlängert, damit die 36 km Gesamtlänge eingehalten werden konnte. Die Strecke hat aber durch die Änderungen noch mehr an Niveau und Flair gewonnen und wird wohl dauerhaft so beibehalten werden.
  • Die Laufstrecke wurde auf dem letzten Kilometer durch die Verlegung in den Offroad-Bereich, also neben den Promenadenweg noch mal so richtig crossig gemacht
  • Erstmals flatterten die Landesfahnen aller teilnehmenden Nationen (23!) eindrucksvoll über dem O-SEE Tower
  • Die Kids-Challenge bekommt einen griffigen Namen X’Kids

Kritikwürdiges/Verbesserungen:

  • Natürlich: Riesenbaustelle Kid’s Challenge, hier ging so viel daneben.
  • Optimierung der Abläufe und der Wege beim Check In und der Registration
  • Optimierung der Verpflegungsstellen an Bike- und Laufstrecke: (Standort, Angebot usw.)
  • Verkürzung der Nachbearbeitungszeit der Ergebnislisten (Fehlerkorrekturen usw.)

Was es sonst noch so zu berichten gab:

  • 845 Aktive, damit wurde der Teilnahmerekord von 2009 förmlich pulverisiert;
    besonders schön: am Sonntag fast 200 Kids!
  • Eine erstmals rundum gelungene Siegerehrung zur DM und ein gut gemeisterter Siegerehrungsmarathon
  • Ein tolles und vielfältiges Rahmenprogramm, gekrönt durch eine geniale Ska-& Reggae-Band zur After race-Party
  • Andreas Kittel (Kitt) erhielt als heimlicher König der Zittauer MTB-Szene meine „Beißerwade“ als Ehrenpreis

Wir sehen uns wieder zur 12. O-SEECHALLENGE am 10.-12. August 2012 !

Herzlichst

Euer Dr. „Benno“ Klaus Schwager

2012

O-SEE Challenge 2012

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2012

Professionalität meets O-SEE Flair. Ich würde der O-SEE Challenge 2012 einen äußerst gelungenen und überzeugenden Auftritt bescheinigen – Organisation auf Weltniveau, Stimmung auch. Das wurde uns vielfach bestätigt, auch von Kennern der Szene und von Fachleuten. Und derer waren einige vor Ort: „Kahuna“ Dave, XTERRA-Boss aus Hawaii, Alpar Nagy aus Budapest als Abgesandter der Internationalen Triathlon Union, Matthias Zöll als Geschäftsführer der Deutschen Triathlon Union, Andreas Voigt – Sportwart und Einsatzleiter der Kampfrichter vom Sächsischen Triathlonverband. Es war wieder das von unseren Sympathisanten erwartete Topevent der Oberlausitz: Akribisch vorbereitet, professionell organisiert, souverän durchgeführt – hochkonzentriert und trotzdem entspannt – O-SEE like eben. Vielen ist dies schon während der Aufbauphase aufgefallen. Dank optimierter Abläufe, guter Technik und 12 Jahren Erfahrung entstand O-SEE City in Rekordzeit am Donnerstag, so dass die O-SEE Family endlich mal Muße hatte, den wunderschönen Abend am O-SEE zu genießen. Auch der Freitag lief in ähnlicher Weise extrem entspannt. Zahlreiche Helfer, Freunde und Bekannte unterstützten das ORGTEAM vielfältig, kreativ und wirkungsvoll – es war eine Freude, das Treiben in O-SEE City zu beobachten. Eine inzwischen gelungene Pasta Party, der traditionelle VIP-Empfang und die zelebrierte Eröffnung Freitagabend mit Videoeinblendungen auf der Videowand waren ein würdiger Einstimmung für den „main act“ am Samstag. Ok, mit der Dolmetscherei bei den Interviews lief es etwas holprig, ein altes Leiden. Aber das bekommen wir irgendwann noch hin. Dann der Samstag: Jedes Mal Gänsehaut bei mir, wenn die Wettkampfmaschinerie hoch fährt: 3 Starts, 550 Athleten, 80 Minuten. Da darf nichts schiefgehen, ging auch nicht. Und dann das Wichtigste: Auch der Sonntag lief ab wie ein Uhrwerk. Die Schmach von 2011 ist getilgt. Die X’Kids 2012 waren nicht zu vergleichen mit der Peinlichkeit von 2011. Dieser Erfolg war wichtig für das „Orgteam im Orgteam“ um Frank und Siv-Ann und wichtig für den Fortbestand der X’Kids Challenge. Eine dritte Chance hätte es nicht gegeben.

Aber seltsam ist es schon: Da wurde eine rundum gute Veranstaltung geliefert, es gab eigentlich nur Lob, Kritik ließ sich an einer Hand abzählen. Trotzdem findet sich bis heute keinerlei Resonanz mehr im Gästebuch auf unserer Webseite wieder. Offensichtlich erwartet man inzwischen alljährlich eine gute Veranstaltung als Selbstverständlichkeit. Aber ganz so selbstverständlich ist es halt wirklich nicht, denn alle Beteiligten binden ihre Freizeit teilweise in sehr hohem Maße an diese Veranstaltung, da will ich von mir überhaupt nicht reden… Leicht wehmütig erinnere ich mich der Zeiten, als das Gästebuch nach dem Event vor Emotionen überquoll, gespickt mit Anregungen, neuen Ideen, Ratschlägen. Schade eigentlich.

Stichwort Teilnehmerzahl: Wieder ca. 800 Teilnehmer aus 28 ! Nationen waren am Start, erstmals Sportler aus Irland, Andorra, Russland. Auch wieder sehr viele Pro-Starter, welche für Wettkämpfe auf Weltniveau sorgten. Inzwischen gilt es wohl keinen jährlich wiederkehrenden Wettkampf im Landkreis, der solch eine internationale Beteiligung aufweisen kann. Und inzwischen kommen wir auch allmählich an die Grenzen der Teilnehmerzahl. Zukünftig wird man sich als potenzieller Teilnehmer darauf einstellen müssen, dass man sich seinen Startplatz relativ früh sichern muss.

Stichwort Rahmenprogramm: Jedes Jahr bemühen wir uns, die O-SEE Challenge durch ein aufwändiges Rahmenprogramm zum Event zu formen. Manches hat sich dabei bewährt, manches wird doch nicht so angenommen, wie geplant, bzw. Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis. So bei der Family Challenge. Wir werden sie wohl in dieser Form nicht weiter führen. 6 Familien sind einfach zu wenig…

Stichwort Deutsche Meisterschaften der DTU: Inzwischen hat sich eine sehr gute, partnerschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Kampfrichtern, Veranstaltern und TD entwickelt. Trotzdem entschied die DTU bereits im Juni, 2013 die Meisterschaften in die Vulkaneiffel zu geben. Herzlichen Glückwunsch an das andere Ende der Republik. Ärgerlicherweise findet die DM aber dort auch am gleichen Wochenende wie die O-SEE Challenge statt. Das heißt im Klartext: DM der DTU vs. XTERRA Germany, Traditions- und Kultevent vs. Newcomer. Aber unser Name ist Programm: Wir nehmen die Herausforderung an. Wir setzen sogar noch einen drauf und bewerben uns für die ITU Weltmeisterschaft im Cross-Triathlon 2014. Die Bewerbung wurde während der O-SEE Challenge 2012 übergeben. Das war auch der Grund warum ein Abgeordneter der ITU anwesend war. Man räumt uns gute Chancen ein. Möglicherweise werden wir die O-SEE Challenge 2013 als XTERRA European Championship und damit als Versuchslauf für 2014 ausrichten, mal sehen.

Nun zu den Facts 2012

Neuigkeiten

  • Die Schwimmstrecken wurden neu geordnet und sind nun wesentlich übersichtlicher für die Athleten. Das Konzept der Landgänge für den XTERRA Trail und den Original Trail wurde weiter verfeinert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
  • Der Einsatz einer 12 m² LED-Wand (tageslichttauglich) hat sich in jeder Hinsicht bewährt und wird wohl zukünftig zum Standard gehören, die Nutzungsmöglichkeiten werden erweitert (Live-Cams, GPS Tracker etc.)
  • Schicke neue Teppiche in der Wechselzone, durchgängig je Laufgang. Sieht edel aus. Damit verbunden:
  • Erstmals keine Schnittwunden beim Landgang, da die alten Teppiche mit 10 Tonnen Sand an den Ein- und Ausstiegsbereichen am Strand im Wasser fixiert und damit die Muschelbänke abgedeckt wurden
  • Eine neue Anordnung vom Wechselzonen Check –In. Auch dieser hat sich bewährt, da nun wesentlich übersichtlicher

Kritikwürdiges/Verbesserungen:

  • Der Bereich hinter dem Zieleinlauf muss mehr strukturiert werden, da herrschte teilweise ziemliches Chaos
  • Die Moderation muss „substanzhaltiger“ werden,
  • Der Infopoint war nicht dauerhaft besetzt
  • Die Wettkampfbesprechung wurde kaum zur Kenntnis genommen
  • Die Audioanlage war im hinteren Bereich der Wechselzone und am Startareal unzureichend
  • Der Bike-Waschplatz ist zu klein, die langen Schlangen sind nicht zu Niveau passend
  • Die Bikestrecke wurde wiederholt Ziel von Vandalen und Idioten, welche kurz vor dem Wettkampf Markierungen manipuliert oder entfernt hatten. Dies führte leider zu mehren Disqualifikationen. Hier werden wir wirkungsvolle Maßnahmen ergreifen, um diesen schändlichen Treiben eine Riegel vorzuschieben.

Was es sonst noch so zu berichten gab:

  • 800 Aktive, weniger Kids im Vergleich zu 2011 (Nachwehen von 2011 und Ferien in Sachsen)
  • Ärgerlicherweise wieder geklaute Bikes, diesmal von ausländischen Teilnehmern
  • Ein tolles und vielfältiges Rahmenprogramm, gekrönt durch eine geniale Santana Coverband zur After Race-Party
  • Robert Eifler erhielt meine „Beißerwade“ als Ehrenpreis als einer der sich nicht verbiegen lässt und nach sehr ehrenwerten Prinzipien sein Leben gestaltet: sportlich, hilfsbereit, bescheiden, geradlinig. Nebenbei ein super Tierarzt und rühriger Vater von 3 Kiddies

Wir sehen uns wieder zur 13. O-SEE CHALLENGE am 16.-18. August 2013!

Herzlichst
Euer Dr. „Benno“ Klaus Schwager

2013

O-SEE Challenge 2013

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2013

Generalprobe gelungen? Generalprobe gelungen! Diese, mir am O-SEE Wochenende am meisten gestellte Frage kann ich ruhigen Gewissens so beantworten. Ja, es war eine gelungene Generalprobe für die ITU-WM und, ja – es war wieder spektakulär. Faszinierend, wie die O-SEE wächst und gedeiht. Angefangen als Bierwette, dann Baggerseetriathlon, später internationales Sportevent und inzwischen ein gesellschaftliches Ereignis der Oberlausitz. Darauf können wir alle stolz sein. Und noch etwas ist unbedingt anzumerken: Es gibt keinen, der in irgendeiner Weise Druck ausübt, damit das Event starten kann – alles läuft auf dem Prinzip der unbedingten Freiwilligkeit. Im Gegenteil: die Mitarbeit und Mitgestaltung ist inzwischen a question of honour, Ehrensache. Das Orgteam ist dabei die Schaltzentrale aller Aktivitäten. Wo gibt es noch Vergleichbares zu Zeiten, in denen sich das Individuum mehr und mehr aus der Ausgestaltung des Gemeinschaftsleben zurückzieht, Sport aus Fernsehperspektive genießt und Ehrenamt müde belächelt? Die O-SEE ist ein Identifikationsobjekt für viele geworden. Vereine, Institutionen und immer mehr Unternehmen der Region finden zueinander, um diese unsere O-SEE Challenge zum Erfolg werden zu lassen. Und alle freuen sich, dass sie wieder eine Galavorstellung geworden ist, auf die Triathleten weltweit blicken. Wir können uns mit den Topevents der Welt messen. Die O-SEE ist unter den Top Ten der beliebtesten Triathlonveranstaltungen Deutschlands. Die O-SEE wird in einen Atemzug mit Roth, Frankfurt etc. genannt. Werbung für unsere Oberlausitz, schnörkellos, gerade und ehrlich. Die Tourismusstrategen müssten vor Begeisterung in die Hände klatschen. Machen sie auch, aber aus meiner Sicht noch sehr verhalten. Auch gilt: Klatschen allein reicht nicht – sich Einbringen ist gefragt.

Aber ich komme nochmal zum Eigentlichen, die O-SEE Challenge: Wieder wurde die Messlatte ein Stück höher gehangen, wieder gab es einen Entwicklungsschub. Was besonders auffiel, die ruhige und durchdachte Aufbauphase. Jeder Handgriff saß, Technik wurde effektiv eingesetzt und die vielen, vielen Helfer fügten sich nahezu ideal in die Aufbaumaschinerie ein. Pastaparty, Wettkampfpräsentation, VIP-Empfang, Moderation – alles lief bestens. Auch die Wettkampfdurchführung war nahezu ohne Kritik: Start, Streckenausschilderung, Kontrollposten, Verpflegung- alles nahezu kritikfrei. Der neu strukturierte Servicebereich hat sich ebenfalls bewährt. Alles WM-tauglich. Das wurde uns durch den Technischen Delegierten der ITU, welcher als Beobachter vor Ort weilte, ganz klar bestätigt. Und natürlich nicht zu vergessen: das Wetter war perfekt.

Einzig bei der Siegerehrung gab es Abzüge, denn da gab es ein paar „Wackler“ und war mal wieder zu lang…

Schwerpunkt der diesjährigen Innovationen war der massive Einsatz von Videotechnik, Kameras in der Luft und auf den Strecken, eine zusätzliche Technikzentrale, nur für die Videotechnik. Warum das alles? Es wird massiv daran gearbeitet, um die O-SEE vom reinen Wettkampfevent zum Zuschauerevent umzubauen. Z.B. mittels „bewegter Bilder“ von der spektakulären Hochwaldabfahrt oder von Friebos Helmkamera. Die nunmehr 18m² LED-Wall am O-SEE bietet dazu beste Möglichkeiten. Das gab es so noch nie und kam gut an, auch bei der abendlichen Party auf der dann die Bilder des Tages in Zusammenfassung nochmals liefen. Diese technischen Möglichkeiten erlauben uns viele Spielräume für ganz neue und professionelle Eventpräsentationen. Nun müssen wir diese maximal nutzen. Und hier stehen wir noch am Anfang. Aber ich bin sicher, 2014 wird das schon wieder anders sein.

Stichwort Teilnehmerzahl: Neuer Rekord: 851 Teilnehmer aus 21 Nationen waren am Start, erstmals Sportler aus Litauen und Argentinien und – man höre: den Virgin Islands. Die Anzahl der Pro Starter lag mit 40 auf dem Niveau von 2012. Mit Helena Erbenova war allerdings erstmals in der Geschichte der O-SEE eine amtierende Weltmeisterin am Start. Der souveräne Gesamtsieger Ruben Ruzafa aus Spanien brachte als XTERRA Weltmeister von 2008 mit einer Galavorstellung ebenfalls Glanz an den O-SEE und zeigte der Konkurrenz eindrucksvoll die Grenzen. Die sich 2012 andeutende Tendenz, dass wir bzgl. der Teilnehmerzahlen an unsere Limits stoßen, setzt sich fort. Erfreulich: Nach jahrelanger Stagnation der Teilnehmerzahlen bei O-SEE Light und Classic gab es hier einen ordentlichen Zuwachs. Allerdings waren beim Teamwettbewerb Rückgänge zu verzeichnen, das 2. Jahr in Folge. Diese Tendenz sollten wir beenden, gerade der Teamwettkampf bringt so viel Flair.

Stichwort Rahmenprogramm: Was neben dem Wettkampfgeschehen alles geboten wird, kann sich wirklich sehen lassen. Dirtbike-Contest, Tanzvorführungen, After Race Party, Trialshow, Speedminton, Kletterturm und Boulderwand, Kinderbelustigungen. Mehr geht nicht, mehr muss auch nicht sein. Entwicklungsfähig dagegen ist noch die sogenannte Expo, also der Ausstellungsbereich für Fachhändler und Ausrüster. Hier sind wir als Veranstalter gefragt, am Konzept zu feilen. Allerdings wäre es hier wünschenswert, dass Aussteller und Firmen in einem kooperativen Miteinander die Veranstaltung bereichern und nicht nur den beinharten Wettbewerb im Hinterkopf haben. Letztlich stehen wir als Organisatoren dann zwischen den Fronten und können dabei eigentlich nur verlieren.

Nun zu den Facts 2013

Neuigkeiten

  • Erstmals eine gute Wettkampfbesprechung, gestützt auf eine gelungene Powerpoint-Präsentation
  • Die MTB-Strecke wurde in Oybin etwas verändert und damit noch etwas abwechslungsreicher geworden
  • Erstmals gibt es Livebilder von der Hochwaldabfahrt und dem Johannesstein auf der 18 m² LED-Wand
  • Ein stark verkleinerter O-SEE Tower (was schon fast dem Schlachten einer heiligen Kuh gleichkommt), aber der Platz wurde benötigt, um den Zieleinlauf großzügiger und zuschauerfreundlicher zu gestalten
  • Neue und edle Bikeständer, dank großzügiger Unterstützung eines hiesigen Installationsbetriebes
  • Blauer Teppich im Zieleinlauf – sieht gleich wesentlich edler aus
  • Ein neuer Moderator, was allenthalben als Qualitätsgewinn empfunden wurde
  • Steigende Zuschauerzahlen

Kritikwürdiges/Verbesserungen:

  • Die Siegerehrung – mal wieder: Zu lang, zu holprig, mit Fehlern in der Auswertung.
  • Mal wieder in der Diskussion: der Standort der ersten Bikeverpflegung am Kammloch
  • Infobroschüre für Zuschauer wäre wünschenswert
  • Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Sponsoren
  • Das Catering für die Zuschauer sollte auch mehr dem Charakter der Veranstaltung entsprechend, hier gab es dieses Jahr zunehmend sanfte Kritik

Was es sonst noch so zu berichten gab:

  • Eine Top X’Kids Veranstaltung mit 151 Kids als offene Sachsenmeisterschaft und mit internationaler Beteiligung
  • Ein Lamborghini am O-SEE
  • Benno nach Jahren mal wieder als Zielmoderator (offensichtlich hatte er endlich mal wieder Muße dies zu tun)
  • Janine Teichgräber erhält die „Beißerwade 2013″ als „multiple Sportlerpersönlichkeit“ mit starker Vorbildwirkung für die Kids und die Jugend in unserer Region

Wir sehen uns wieder zur 14. O-SEE CHALLENGE am 15.-17. August 2014!

Wir sehen uns wieder zur ITU-Weltmeisterschaft im Cross-Triathlon am 16. August 2014!

Herzlichst
Euer Dr. „Benno“ Klaus Schwager

2014

O-SEE Challenge 2014

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2014

„Ihr habt die besten Helfer der Welt!“ Dieser Aussage des ITU-Delegierten Eugène Kraus aus Luxemburg zur WM-Pressekonferenz kann ich nur beipflichten. Die vielen, vielen Helfer, welche bei der Bewältigung der Herkulesaufgabe O-SEE Challenge + ITU Cross Triathlon Weltmeisterschaft so grandios mitgewirkt haben, voller Hingabe und Enthusiasmus schafften sofort bei allen Beteiligten die berühmten „Good Vibrations“, welche so ein Event erst zum Event machen. Aber wir hatten nicht nur die besten Helfer der Welt.

Wir hatten auch die besten Zuschauer der Welt. So eine Stimmung bei der Eröffnung, beim Start, bei der Zielankunft, an den Strecken und bei den Siegerehrungen gab es noch nie, geschätzte 15-20.000 Besucher an beiden Tagen – Wahnsinn. Die ganze Oberlausitz war offensichtlich an den O-SEE und ins Gebirge gepilgert. Sogar der Oberbürgermeister von Zittau war von der Vielzahl der Zuschauer „völlig überrascht“…

Wir hatten aber auch die besten Strecken und das beste Wettkampfareal der Welt. Ohne Zweifel, die Bike- und Run-Strecken waren weltmeisterschaftstauglich, manch einer der gestandenen Profis und Agegrouper kam arg ins Schlingern, aber immer mit breitem Grinsen ins Ziel. Wurde doch die MTB-Strecke mit paar kleinen feinen Änderungen (Furt) erneut veredelt. Und dass das O-SEE Areal die beste Venue (zumindest für Crosstriathlon-Events) der Welt ist, habe ich schon immer gewusst, es hat sich nur wieder einmal eindrucksvoll bestätigt. Der O-See mit seiner von Olbersdorf liebevoll gepflegten Infrastruktur und das von uns designte Wettkampfareal ergeben zusammen mit der Kulisse des Zittauer Gebirges ein faszinierendes Gesamtensemble. Das vergisst man nicht mehr, wenn man einmal hier war.

Natürlich hatten wir auch die beste O-SEE Challenge der Welt und aller Zeiten. Logisch, mag mancher sagen, mit einer Weltmeisterschaft im Huckepack kann es ja nur die Beste sein. Nun, es hat wohl jeder erwartet, selbstverständlich war es aber trotzdem nicht. Hinter dem präzisen und pannenfreien Ablauf nebst auf und Abbau stecken fast 2 Jahre akribische Planung und Vorbereitung, Finanzierung auf den Weg bringen inklusive. Die 2014er O-SEE ist mit nichts vorher zu vergleichen, es gab wieder einen Quantensprung in der Entwicklung. Ein wahres Feuerwerk an Neuerung und Innovationen wurde geplant und umgesetzt. Um nur einige aufzuzählen:

Nun zu den Facts 2014

Neuigkeiten

  • die Ablaufpläne wurden aufgrund der WM völlig umgekrempelt, mit dem Resultat, dass Sonntag neben den X’Kids auch die „normale“ O-SEE Challenge mit über die Bühne ging – eine völlig neue Erfahrung für alle
  • erstmals kam ein riesiges Festzelt als zentraler Ort für Zeremonien zum Einsatz, dafür wurde der Volleyballplatz kurzerhand umfunktioniert
  • der Festplatz wurde dank eines Sponsors mit einer futuristisch anmutenden Konstruktion komplett überdacht, die O-SEE hat ein neues Wahrzeichen
  • der Startbereich wurde umstrukturiert, erstmals gab es für alle einen Beachstart, was so „richtig was hermachte“
  • am Johannisstein und an der Ausfahrt vom „Steinigen Weg“ wurden mit viel Aufwand 2 tolle Stimmungsnester etabliert (die Kleinbahnendhaltestelle wurde deswegen temporär extra verlegt!)
  • dank des „Seesterns“ gibt es von nun an für Presse/VIPs eine Seebrücke am Schwimmstart, danke Heppy & Co!
  • ein eigenständiger Expobereich mit völlig neuen Dimensionen und noch viel Potenzial entstand auf den großen Zentralwiesen des Nordstrandes
  • aufwändige Kameratechnik allenthalben, tolle Bilder von den Strecken nun schon auf 2 LED-Wänden, die Bildregie hat gegenüber 2013 eine tolle Entwicklung vollzogen
  • erstmals gab es einen Duschcontainer, dies wurde durch die großzügigen Umbauten des Areals möglich, welche die Gemeinde Olbersdorf gestemmt wurden
  • wir haben nun dauerhaft einen richtigen DSL-Anschluss zur Verfügung, genaugenommen zwei 6000er, auch dies ist ein Resultat der Umbaumaßnahmen, genauso wie mehrere leistungsfähige Stromanschlüsse (aber gereicht hat es trotzdem nicht…)
  • Eine Webcam ziert nun dank eines Sponsors und der vorbeschriebenen DSL-Anschlüsse das Areal und lässt uns nun ganzjährig vom Bildschirm her am O-SEE Geschehen teilhaben
  • eine Infobroschüre zum Event wurde aufgelegt und verteilt

Alle diese Neuerungen haben sich echt bewährt und wir müssen nun überlegen, was davon dauerhaft im Konzept der O-SEE Challenge verankert wird (da u.a. mit erheblichen Kosten und/oder zusätzlichen Aufwand für Auf- und Abbau verbunden).

Ganz klar, wir hatten auch die besten Sponsoren und Förder der Welt. Das steht für mich außer Frage. Gemeinsam haben wir die Finanzierung und materielle Sicherstellung für das Megaevent gestemmt, in konstruktiver und fairer Zusammenarbeit wurde von allen stets das Wohl der Veranstaltung vor die (berechtigten) Eigeninteressen gestellt. Ihr habt uns so früh die Sicherheit gegeben, die wir als kleiner „mittelloser“ Verein benötigten, um uns ganz unseren Aufgaben widmen zu können. Kurz, die Zusammenarbeit war so intensiv wie noch nie, hier haben wir mächtig zugelegt.

Und – natürlich, wir hatten auch die besten Athleten der Welt, es war ja schließlich eine Weltmeisterschaft. Aber die war nur am Samstag. Egal, auch am Sonntag hatten wir die besten Sportler der Welt am O-SEE. Es herrschte ein Sportsgeist in Reinkultur allenthalben, geprägt von Fairness, Kameradschaft, Kampfeswille, Teamgeist, Emotionen – Gänsehautfeeling 3 Tage lang. Das bleibt im Gedächtnis, für immer.

Auch das Wetter war das Beste der Welt, naja jedenfalls im Nachhinein betrachtet. All die tollen Bilder die jetzt um die Welt gehen wären doch nur halb so spektakulär, wenn es nicht „etwas“ geregnet hätte: Schlammverkrustete aber strahlenden Sieger mit blitzenden Augen und Zähnen, Biker bei rasanten Wasserfahrten usw. Natürlich habe ich am Samstagmorgen völlig anders darüber gedacht, als gegen 4.00 Uhr ein 5-stündiger Dauerregen einsetzte. Aber spätestens als zum Elitestart pünktlich die Sonne zum Vorschein kam war ich versöhnt und wusste – nun wird alles gut.

Eins muss aber noch unbedingt erwähnt werden: Wir hatten auch das beste Orgteam der Welt. Beeindruckend wie alle dem riesigen Erwartungsdruck standgehalten haben. Wie werden Hobby-Organisatoren eine Weltmeisterschaft hinbekommen? Jetzt weiß man: absolut professionell. Schon Monate vorher wurden mit eiserner Disziplin Orgteamrunde um Orgteamrunde absolviert, in sachlicher und konstruktiver Atmosphäre. Die letzten 14 Tage haben alle im Ausnahmezustand erlebt. Und trotzdem war die Stimmung immer top. Persönliche Befindlichkeiten? Fremdwort. Für die Truppe gehe ich durch das Feuer. Und dass am D-Day alle einen fantastischen Job gemacht haben, ist ja schon fast selbstverständlich. Auch die Medien- und Presseabteilung inkl. Webbetreuung um Simon, dem Langen und Maria Köhler hat einen richtig guten Job gemacht.
Was mich für die Zukunft hoffen lässt: Es stoßen zunehmend Jüngere zum Team und haben Freude daran, sich zu engagieren und auch mal Stress auf sich zu nehmen. Es gibt sie also …

Nun genug gelobt. Ein paar Minuspunkte gab es auch, u.a.

Kritikwürdiges/Verbesserungen:

  • Der Schwimmkurs muss optimiert werden, die Umlenkungen an der ersten Boje führen bei über 200 Schwimmern je Start zu extrem vielen ungewollten Körperkontakten der teilweise etwas härteren Art.
  • Dauerbrenner Pastaparty: Neuer Caterer, neue Probleme. Lange Schlangen und eine geringere Auswahl gegenüber dem Vorjahr. Da müssen wir wohl wieder ran.
  • Dauerbrenner Besucherströme auf dem Areal lenken: Daran beißen wir uns seit Jahren die Zähne aus. Fakt ist, dass es für Besucher sehr umständlich ist, vom Festplatz zum Festzelt oder zur Expo und umgekehrt bzw. vom Start zum Zielbereich zu kommen. Alle rufen nach einer Brücke. Sagt sich einfach, ist es aber nicht. Es ist in der Tat umständlich, wenn man auf dem Areal mal etwas umherwandern will. Und dass es inzwischen so viel Zuschauer sind, macht die Sache nicht einfacher. Wir haben nun wieder ein Jahr Zeit, um uns darüber Gedanken zu machen.
  • Ein Umkleidezelt außerhalb der Wechselzone muss her, gerade wenn das Wetter „etwas hässlich“ ist, und das soll es lt. Klimaprognosen ja zukünftig ab und an werden. Aber das ist lösbar.
  • Thema Bikewaschplatz. Er ist nun schon größer aber irgendwie bei den Wetterverhältnissen wieder unterdimensioniert bzw. von der Technik her „zu unproduktiv“. Man hat uns empfohlen, uns das mal in Seiffen beim EBM anzuschauen, dort soll es tadellos funktionieren. Nun, die Macher dort kennen wir – also werden wir mal zum Nachhilfeunterricht gehen.

Stichwort Teilnehmerzahl: 1458 Athleten aus 32 Nationen (2013: 851 Teilnehmer aus 21 Nationen). Da bedarf es keiner Worte. Neben den 597 Teilnehmern an der ITU Cross WM einschließlich XTERRA gab es auch einen guten Zuwachs bei den volkssportlichen Wettkämpfen. Allein 116 Staffeln gingen an den Start! Auch der O-SEE Light war gut besetzt, auch mit erfreulich vielen Frauen (48!), hier werden wir also zukünftig auch die Top 6 ehren.

Stichwort Rahmenprogramm: Gab es wieder reichlich, wobei das O-SEE Open Air u.a. mit Jenix – ein eigenständiges Highlight bildete, auch dank der oben erwähnten Überdachung. Die Zusammenarbeit mit dem Jenix-Management als Berater in Sachen Kultur sollte unbedingt vertieft werden, weil, auch nächstes Jahr brauchen wir was mit Stil und Qualität – ich sage nur: 15 Jahre O-SEE müssen gefeiert werden! Die O-SEE entwickelt sich auch aufgrund des Rahmenprogrammes immer mehr zum Familien- und Volksfest und bildet so eine lebendige Kulisse für die Wettkämpfe. Passt.

Was es sonst noch so zu berichten gab:

  • Eine Top X’KIDS Veranstaltung mit 197! Kids als offene Sachsenmeisterschaft und mit internationaler Beteiligung
  • Sehr schön designte O-SEE Finisher- und Helfershirts, leider viel zu wenig, wir müssen nachdrucken
  • Benno nach Jahren der Abstinenz wenigstens mal wieder bei einer Staffel dabei.
  • Das O-SEE Areal hat nun einen neuen Felsen – die „O-SEE Spitze“, am Wegedreieck vor dem Volleyballfeld
  • Hartmut Eiffler erhält die Beißerwade für sein unermüdliches Wirken als Trainer und Sportidol des Bertsdorfer SV

Wir sehen uns wieder zur 15. O-SEE CHALLENGE am 14.-16. August 2015 an der “O-SEE Spitze” !

Herzlichst
Euer Dr. „Benno“ Klaus Schwager

2015

O-SEE Challenge 2015

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2015

Schön war’s – und schön heiß dazu! So das Fazit der O-SEE 2015 in stark komprimierter Form. Die O-SEE 2015 war eine rundum gelungene Angelegenheit. Neben der nahezu reibungslosen Organisation trug das Wetter wesentlich zu dieser Einschätzung bei. Ein Jahrhundertsommer mit griechenlandtauglichen Temperaturen ließ den O-SEE mit seinen 27°C zur Badewanne werden und sorgte dafür, dass die Abende am O-SEE Sommerfestcharakter bekamen. So einen Sommer hat die O-SEE in ihrer 15-jährigen Geschichte noch nie erlebt. Womit wir gleich bei der nächsten Besonderheit wären. Es war nicht irgendeine O-SEE Challenge, es war die 15.! Eine Jubiläumsausgabe sozusagen, die O-SEE ist erwachsen, dementsprechend wurde auch gefeiert. Die after Race Party, seit 2014 etwas nobler in O-SEE Open Air umbenannt, wurde dem Anspruch einer Geburtstagsparty voll gerecht. An die Party und die Stimmung werde ich mich noch lange erinnern. Was neben dem Wetter auch an den beiden Bands lag. Cosby aus München und Hogan aus Irland haben dem ohnehin schon warmen O-SEE ordentlich eingeheizt und die geschätzten 2.000 Partygäste feierten entsprechend ausgelassen bis in den Morgen. Ein nicht endendes Feuerwerk setzte dem ganzen noch die Krone auf. Leider haben einige der Gäste in ihrer Partylaune dann einen großen Gefallen an unseren Nationalitätenflaggen gefunden und diese kurzerhand mit nach Hause genommen…
Die Angst, dass die O-SEE 2015 nach der eindrucksvollen WM-Vorführung von 2014 irgendwo in der Bedeutungslosigkeit landen würde war also völlig unberechtigt. Zumal mit der Ausrichtung der DTU DM und den XTERRA Germany Championships auch zwei Wettkampfschwergewichte vorhanden waren. Nein, die O-SEE 2015 knüpfte nahtlos an 2014 an, hat riesigen Spaß gemacht und war einmal mehr ein großes Fest des Sportes am O-SEE. Familiär und trotzdem hochkarätig. Ein Treffen von vielen guten alten Bekannten, Freunden, Szenetreff. Man kam aus dem Grüßen überhaupt nicht mehr raus. Die O-SEE Challenge hat einmal mehr gezeigt, dass sie DAS Cross-Triathlon Event Nr. 1 in Deutschland und auch für „normale“ Triathleten inzwischen eine gute Anlaufadresse geworden ist. Die Grenzen zwischen Multisport und Triathlon sind ohnehin fließend und genaugenommen hat sich ja die DTU auch dem Multisportgedanken verschrieben. Allerdings muss man auf der Internetseite schon ganz schön „wühlen“, eh man dort zum Thema Multisport/Crosstriathlon etc. fündig wird. Damit komme ich zum etwas nachdenklicheren Teil: Bei all dem Zweckoptimismus, den ich verbreite und bei all der Euphorie die alljährlich nach der O-SEE versprüht wird und bei all dem Lob was diese Veranstaltung durch Offizielle und Aktive national und international erfährt – so richtig kommen wir aus dem Nischendasein bzgl. der hochkarätigen Wettkämpfe, also XTERRA und DM nicht raus. 226 Starter auf der XTERRA-Distanz, davon ganze 108 Athleten in der DM-Wertung. Das entspricht zwar unseren Planungen, denn die XTERRA-Distanz war auf 230 Startplätze limitiert. Aber für so ein hochkarätiges Rennen ist das weiß Gott nicht viel und eine Aufwand/Nutzen Diskussion sollte man für dieses Segment tunlichst vermeiden. Selbst die WM 2014 hat lediglich 200 Starter mehr generiert. Die internationale Beteiligung ist dieses Jahr auf 10% abgerutscht, mit Teilnehmern aus „nur“ 17 Nationen, wir waren schon mal bei 24 Nationen bei einer „normalen“ O-SEE. Woran liegt es? Ist es der prophezeite Pendeleffekt nach der WM? Kann sein. Hätte aber auch so sein können: Der gute Ruf, den sich die O-SEE durch die WM 2014 erarbeitet hat, generiert auch international gesehen neue Teilnehmer. Hat er aber nicht. Woran liegt es also, dass die überregionale Beteiligung so stagniert? Offensichtlich ist der Geheimtipp-Bonus ausgeschöpft. Territoriale Randlage, die zunehmende Zahl von XTERRA-Events, eine relativ kleine Zielgruppe – all das mag man u.a. als Argumente anführen. Aber kann ich damit die rund 4-fache Teilnehmerzahl beim XTERRA France erklären? Nicht wirklich. Also weiter gefragt: Sind unsere Wettkampfstrecken im Vergleich zu anderen hochkarätigen XTERRA-Events, z.B. Frankreich möglicherweise nicht mehr attraktiv genug? Gibt es wirklich nur so wenig ambitionierte Crosstria-Anhänger in Deutschland? Sind wir für ausländische Athleten tatsächlich zu weit weg? Ist unser Marketing nicht effektiv genug, die Außendarstellung zu blass? Kommen wir an potentielle Interessenten möglicherweise nicht richtig heran? Viele Fragen und man darf Antworten suchen. Wer Erklärungen dafür hat und/oder Handlungsempfehlungen – gerne… info@o-see-challenge.de. Natürlich kann man einwerfen, dass wir bzgl. der Streckenauslastung am Limit angekommen sind. Ja, wenn es um eine massive Aufstockung für alle Distanzen geht, nein – wenn wir lediglich über das XTERRA-Segment reden. Aber bzgl. der volkssportlichen Wettkämpfe auf den kürzeren Distanzen wird es kaum noch Steigerungen geben, da sich das Starterpotenzial hauptsächlich aus der Region und Sachsen generiert und sich über die Jahre auf einen Level eingepegelt hat. Beim XTERRA-Rennen halte ich eine Teilnehmerzahl von ca. 300 für realistisch und handelbar, ohne größere Änderungen am Konzept vornehmen zu müssen. Bedeutet 3 Startwellen mit 1x Elite, 1x Männer, 1x Frauen/gemischt, maximale Starterzahl je Welle von 230. Eine Starterzahl größer 300 hätte allerdings dann grundlegende Änderungen im Ablauf zur Folge. Aber darüber würde ich mir erst Gedanken machen, wenn es absehbar ist, dass dies eintritt.

Nun aber wieder zurück zur O-SEE Challenge. Gottseidank lebt sie ja von der Begeisterung der Region. Nur so konnte sie sich derart entwickeln und zu einem Markenzeichen der Region werden. Und wir freuen uns ehrlichen Herzens über jeden, der eine lange Reise auf sich nimmt und mit uns dieses Event zelebriert. Derer gibt es inzwischen bereits eine ganze Menge. Viele, die inzwischen mit dem O-SEE Virus infiziert sind und seit Jahren als Stammgast erwartet werden, einige bereits mit familiärem Anschluss. Das ist doch das Schöne daran, das ist das Phänomen O-SEE. Diese Begeisterung und die Freude mit der wir gemeinsam dieses Projekt vorantreiben, jeder der kann, bringt sich ein. Irgendwie. Sponsoren, Ausrichtergemeinden, Helfer und Förderer gleichermaßen. Das Ergebnis kann sich echt sehen lassen. So, und nur so kann man den gigantischen Aufwand erklären, der betrieben wird, um die O-SEE zu einem „Hammer-Event“ werden zu lassen. Ein extrem engagiertes Organisationsteam ist fast eine Woche mit dem Aufbau des Areals beschäftigt, bei den Temperaturen bis an die Grenzen der Belastbarkeit gehend, dabei unterstützt von einem beeindruckenden Freundes- und Helferkreis. Und bei aller Ernsthaftigkeit haben doch alle irgendwie Spaß dabei, sitzen abends beim Bierchen (und Shisha) am See und klönen. Legendär die Bilder vom Orgteam, welches mit Biertischgarnitur und Kunstblume im O-SEE sitzt nach getaner Arbeit Kühlung sucht. Dann das eigentliche Wettkampfwochenende. Auch da wieder: Alle sind trotz der großen Anspannung locker drauf und das Programm läuft annähernd reibungslos durch. Selbst der Siegerehrungsmarathon unter dem futuristischen Sonnensegel bleibt unterhaltsam. O-SEE Fan und Multisportler Jörg Schneider hat die Stimmung am O-SEE in seinem Blog https://adventureracing.wordpress.com/2015/08/18/o-see-challenge-xterra-germany-2015/ treffend beschrieben.

Ein Aspekt ist zur O-SEE 2015 unbedingt noch zu nennen. Erstmalig greift der Veranstalterverein selbst aktiv in das Wettkampfgeschehen ein. Der neu strukturierte Verein O-SEE Sports e.V. schickt sich an, sich neben Veranstaltermeriten zu verdienen auch sportliche Akzente in Sachen Multisport zu setzen, immer häufiger findet sich der Name O-SEE Sports auf den Podiumsplätzen. Der Triathlon und der Multisport haben nun am O-SEE endlich auch eine sportliche Heimat gefunden. Fünfzehn Jahre hat das gedauert…Aber was lange währt, wird gut.

Sonst noch Neues? Verglichen mit 2015 eigentlich nichts Gravierendes, im Gegenteil einige der Neuerungen von 2014 wurden übernommen und weiterentwickelt. Stichworte Beachstart, futuristische Festplatzüberdachung, Hotspot Johannisstein, Liveübertragung vom Hochwald und Johannisstein, Infobroschüre.

Neuerungen:

  • Splittung des XTERRA Starts in 3 Startwellen
  • Erstmals gab es eine Tombola, für den die Edelfahrradschmiede „Whitestone“ einen hochwertigen Carbonlaufradsatz als Hauptpreis gesponsert hat.
  • Gratisfotos von „Blueberry-Photoart“ vom Hotspot Johannisstein für jeden Athleten.
  • Eine neu gestaltete Expo, die aber auch wieder mit mangelnder Besucherzahl zu kämpfen hatte. Also auch hier wieder Handlungsbedarf für 2016.
  • Vergabe der Cateringrechte komplett an einen externen Caterer. Das hat gut funktioniert.
  • Dank Fa. GEMTEC gab es eine Tag- und Nacht-Rundumüberwachung des Geländes mit Kameras und Sensoren mittels mobiler Überwachungseinheit, eine Eigenentwicklung des Unternehmens konzipiert für Großbaustellen etc.

Kritik- und Verbesserungswürdiges:

  • Der Expobereich muss noch weiter an den Wettkampf/Festplatzbereich herangeführt werden, hier sind weitere Planungen notwendig.
  • Zieleinlauf und Zwischeneinlauf MTB: Die Streckenführung sollte für Zuschauer und Athleten noch attraktiver und spektakulärer gemacht werden. Unter Nutzung der natürlichen Gegebenheiten ergeben sich durchaus Möglichkeiten.
  • Auf die groß angedachte Besucherbrücke vor dem Ziel musste aufgrund logistischer Probleme bei der Lieferung kurzfristig doch wieder verzichtet werden. Also 2016 wieder…
  • Schaffung von temporären Wasserstellen auf dem Areal. Zumindest sollte die Realisierbarkeit geprüft werden.
  • Die Bild- und Tonregie auf den LED-Wänden… Hier gab es paar peinliche Szenen, die aber dank gekonnter Moderation gut kaschiert wurden (s.u.). Hier müssen wir die Details zukünftig noch besser planen und abstimmen.

Stichwort Teilnehmerzahl: 1048 Athleten aus 17 Nationen (2014: 1458 Teilnehmer aus 31 Nationen). Sieht man von der Ausnahmesituation 2014 ab, gab es gegenüber 2013 eine Steigerung von 20%, welche im Wesentlichen durch die Zunahme bei den volkssportlichen Wettkämpfe und bei den X’Kids zu begründen ist.

Stichwort Rahmenprogramm: War richtig gut, mindestens vergleichbar mit 2014, wobei das Open Air ein eigenständiges Highlight bildete. Die O-SEE definiert sich zunehmend auch über das Rahmenprogramm, neben dem reinen Wettkampf soll die Veranstaltung auch ein kultureller Höhepunkt und Anziehungspunkt für die ganze Familie sein. Die coole Show von Chris Böhm (BMX & Breakdance), die Tanzshows von JRookerZ und die geschätzte Besucherzahl von 12.000 geben dem Konzept recht.

Was es sonst noch so zu berichten gab:

    • Dr. Rößler (Landtagspräsident) gab sich als Schirmherr positiv überrascht und zur Eröffnung betont locker.
    • Mit Till Schenk hatten wir wieder unseren „Traummoderator“ auf dem Platz, ergänzt durch Martin, phasenweise auch durch einen „dazwischenquasselnden“ Benno. Alles in allem eine gelungene und kurzweilige Moderation mit der auch manche Regiepanne weggequatscht wurde.
    • Eine Top X’Kids Veranstaltung mit 237! Kids als offene Sachsenmeisterschaft und mit internationaler Beteiligung
    • Sehr schön designte O-SEE Finisher- und Helfershirts, leider viel zu wenig, wir müssen nachdrucken, mal wieder…
    • 10 geklaute Landesfahnen nach der OpenAir-Veranstaltung.
    • Eine mit Sonnenblumen wunderbar dekorierte Bühne, danke an Gärtnerei Neumann, auch für die tägliche Pflege.
  • Ein massiver Einsatz von Infusionen beim Aufbauteam wegen diverser hitzebedingter Kreislaufkollapse.
  • Siv-Ann Hanke erhält die Beißerwade für ihr Wirken als gute Seele beim SC Kottmar, der O-SEE, dem O-SEE Camp und dem KSB als eine, die eher unauffällig aber unheimlich engagiert und zuverlässig ihren Job im Hintergrund macht.

Wir sehen uns wieder zur 16. O-SEE CHALLENGE
am 18.-20. August 2016 !

Herzlichst Euer Dr. „Benno“ Klaus Schwager

2016

O-SEE Challenge 2016

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2016

Einer geht noch – so auch 2016. Wieder setzte die O-SEE Akzente und wieder haben zahlreiche kleine aber feine Änderungen dazu beigetragen, die Veranstaltung für Athleten und Zuschauer noch attraktiver zu machen und ihren Ruf als eine der besten, wenn nicht gar die beste Ihrer Art in Europa zu festigen. So als Gesamtpaket betrachtet bin ich mir ziemlich sicher, dass die O-SEE hier die Maßstäbe setzt. Und wenn man dem Feedback der Elitesportler Glauben schenken darf, punkten wir auch auf Weltniveau. Natürlich, der Aufwand, welcher dahintersteht, ist gewaltig, fast schon aberwitzig. Aber wir wollen das alle so, es ist inzwischen unser Anspruch, alljährlich am 3. Augustwochenende „etwas Großes“ abzuliefern - für uns, für die Region, für den Sport. Und alle, die in vielfältigster Weise bei der Umsetzung dieses wirklich hohen Anspruches mitwirken, tun dies mit einem guten Gefühl, verspüren Freude und Genugtuung, wenn alles so läuft wie es am Wochenende wieder gelaufen ist.

Das Wetter – na gut – der Sonntag… Aber den Kids hat die Wasserschlacht schon gefallen, es war gottseidank warm und die Zuschauerzahl trotz des suboptimalen Wetters auch passabel. Man darf auch konstatieren, dass die O-SEE dank Ihrer spektakulären Festplatzüberdachung, der guten Bühne und den vielen großen Zelten als Event auch ein gutes Stück weit wetterunabhängig geworden ist. Das so entstandene Gesamtarrangement am Nordufer des O-SEE ist inzwischen beeindruckend. Schon von diesem Flair lebt das Event und wir werden uns von diesem Flecken keinen Zentimeter wegbewegen. Sollten wir es müssen – es wäre das Ende der O-SEE Challenge. Alles ist an der Stelle inzwischen wohldurchdacht und tausendfach durchgeplant. Jede noch so kleine Änderung kommt inzwischen auf einen mindestens 2-jährigen Prüfstand.

Und die O-SEE 2016 wartete mit noch einer Besonderheit auf: Mit der XTERRA European Championship 2016, ausgetragen über die XTERRA Distanz, sozusagen als aufgewertetes XTERRA Germany-Rennen innerhalb der diesjährigen O-SEE Challenge. Manchem XTERRA-Athleten (mit nur geringem Bezug zur Region) erscheint es möglicherweise vermessen, das O-SEE Label permanent und immer ein klein wenig über das weltweit verbreitete XTERRA-Branding zu stellen. Ich kenne auch keine andere Veranstaltung in Europa, wo man so eine Strategie fährt. Woanders sind die XTERRA-Events aber eben nur reine, meist von Agenturen organisierte Wettkämpfe und kein Volksfest. Eine Agentur hätte keine Chance, hier einen XTERRA Wettkampf als autarkes Event zu platzieren. Das Konzept würde bei uns nicht aufgehen, wegen der überwiegend lokal engagierten Sponsoren nicht, wegen des fehlenden Feedbacks aus der Bevölkerung nicht und wegen mangelndem Rückhalt aus der Kommunalpolitik ebenfalls nicht. Gerade letzteren dauerhaft zu sichern, ist eine Herausforderung und bedarf einer guten Kenntnis von Personen und Interessenslagen. Diesen Rückhalt hat die O-SEE Challenge stetig aufgebaut und dieser Rückhalt wurde auch dafür verwendet, um die XTERRA-Marke am O-SEE zu etablieren. XTERRA ist durch die Preisgelder und eine stolze Lizenzgebühr ein teures „Vergnügen“ für uns Veranstalter, XTERRA ist aber auch die Krone des O-SEE-Wochenendes, die internationale Reputation und maßgeschneidertes Marketing für die südliche Oberlausitz, ein Hauch von Ironman und Hawaii-Feeling. Und der XTERRA-Slogan „Live More!“ passt auch - wir leben ihn an dem Wochenende extensiv und hemmungslos.

Aber zurück zur XTERRA Europameisterschaft: 43 Elitestarter, insgesamt 280 Starter aus 23 Nationen, gemeldet waren übrigens 325. Auf dem Segment gab es gegenüber 2015 eine deutliche Steigerung. Das ist erfreulich. Wie schon 2015 gesagt, hier sollten wir uns bei ca. 300 bis 350 Startern einpegeln, dann ist alles gut und wir sind auf einem guten Weg dorthin. 43 Elitestarter standen an der Startlinie, das ist ein starkes Starterfeld, eigentlich war alles, was in Europa Rang und Namen hat am Start, veredelt mit Stars aus Neuseeland, Mexiko, Südafrika. Aber es waren nicht die neuen Europameister Ruben Ruzafa (ESP)und Michelle Flipo (FRA) die Stars der EM. Nein, Star der EM war der Spanier Jose „Pepe“ Ballesteros. In reichlich 6 Stunden kämpfte sich der durch einen Unfall erblindete Athlet durch den XTERRA Trail. Das hat noch nie ein Sportler mit solch einem schweren Handycap gewagt. Die Ernsthaftigkeit, mit der „Pepe“, diese Herausforderung angenommen und gemeistert hat, war beeindruckend, sein Zieleinlauf unter dem Beifall vieler Zuschauer und Athleten ging unter die Haut. Der überragende Sieg des Landsmannes Ruben Ruzafa in der Elite-Kategorie geriet da schon fast zur Nebensache.

Nun aber noch einmal zur O-SEE Challenge. Sie kam ja heuer mit einigem medial-kommunalpolitschen Getöse daher, Konflikte traten zutage, die ihre eigentliche Ursache in den Unzulänglichkeiten des regionalen Tourismusmarktingkonzeptes haben. Aber letztlich hat sie einigermaßen unbeeindruckt davon wieder ihre Dimension und ihr Potenzial aufgezeigt: Die O-SEE ist der Gegenentwurf zum allenthalben mit Inbrunst gepflegten „Klein-Klein“. Der Vision, „was richtig Großes abzuliefern“, um damit letztlich die Region würde- und liebevoll zu repräsentieren, ordnet sich alles unter. Es herrscht ein Geist des Miteinanders, man arbeitet unaufgeregt und lösungsorientiert, stellt eigene Befindlichkeiten ein Stück zurück. Probleme sind dazu da, gelöst zu werden, geht nicht – gibt’s nicht. Teamwork ist angesagt und Kommunikation auf allen Kanälen ist der Schlüssel zum Erfolg. Und jeder, der zur Truppe stößt, egal ob als Sponsor, Organisator, Helfer, Sportler oder Dienstleister wird von dieser Stimmung mitgenommen. Das so entstandene Netzwerk ist effektiv und leistungsfähig. Das macht einfach Spaß und der Erfolg spricht für sich. Die O-SEE Challenge ist die effektivste und lebendigste Außenwerbung für die Naturparkregion, für Olbersdorf und Zittau die ich kenne. Internetbeiträge wie die der österreichischen Agentur Tri Your Life http://triyourlife.at/o-see-challenge-crosstriathlonparty-der-superlative/ oder des mdr http://www.mdr.de/sachsen/bautzen/o-see-challenge-em-100.html unterstreichen das Gesagte, genauso wie die wöchentliche Reichweite unserer vier Facebookseiten von erstmals über 100.000! Und da wäre ich bei einem weiteren nicht zu unterschätzenden Aspekt: Die O-SEE Challenge bringt unheimlich viele Menschen zueinander - lokal, überregional, international – ja sogar global. Das schafft in der Intensität kein anderes Event weit und breit.

Neuerungen: -> relativ viel

  • Zahlreiche Änderungen des MTB-Trails im Bereich Mittelweg, Johannisstein, „Stern“,führen zu einer weiteren Erhöhung des Trailanteiles, die MTB-Strecken werden durchgängig noch crossiger.
  • Änderung der Trailrun-Strecke unter Einbeziehung der großen Erdpyramide und anderer Geländegegebenheiten. Warum sind wir nicht schon eher darauf gekommen sind, die Pyramide als echten Hingucker mit einzubauen?!
  • Endlich eine funktionierende Brückenlösung im Start/Zielbreich – die Läufer überqueren nun den Zuschauerbereich. Damit können nun Besucher ungehindert zum Expoareal, zum Startbereich oder an die Radstrecken pilgern. Aufgrund Ihrer Steilheit wurde die Konstruktion aber sofort auf „Bennos letzte Rache“ getauft.
  • Änderung der MTB-Ein- und Ausfahrt von/zum O-SEE Areal.
  • Ein äußerst gelungener Umbau des Expo-Bereiches (wie viele Jahre haben wir hier experimentiert!).
  • Ein ansprechender Infopoint mit Lounge.
  • Endlich ein eigener Zielbogen mit O-SEE Branding.

Kritik- und Verbesserungswürdiges: -> relativ wenig

  • Nachdem die Videoeinblendungen nun hochklassig sind, muss die Audioregie nachgeführt werden. Insbesondere bei den Siegerehrungen gab es Pannen.
  • Der Audiobereich am Start braucht „mehr Power“.
  • Das neue MTB-Trailstück am Anfang und Ende erweist sich als „Flaschenhals“, es kommt an der Stelle zu Staus.
  • Für die Kids brauchen wir ebenfalls einen coolen Moderator mit Mino als Comoderator an der Seite.

Stichwort Teilnehmerzahl: 1070 Athleten aus 23 Nationen (2015: 1048 Teilnehmer aus 17 Nationen). Das Regenwetter am Sonntag hat uns doch einige Kinder „gekostet“, ansonsten wären 10% Steigerung gegenüber 2015 realistisch gewesen. Erstaunlich war wieder die hohe Zahl der kurzfristigen Stornos bei XTERRA. Gemeldet waren dort ursprünglich weit über dreihundert Sportler, gestartet sind 280.

Stichwort Rahmenprogramm: War wieder sehr aufwändig. Chris Böhm war einmal mehr der Star mit seiner spektakulären BMX & Breakdance-Show. Das Konzept, die Veranstaltung durch ein gutes Rahmenprogramm aufzuwerten ist richtig und geht auf. Die O-SEE ist definitiv schon lange keine reine Sportveranstaltung mehr, sondern Volksfest und ein Stück Lebenskultur der Region. Das abendliche OpenAir mit zwei ganz schön lauten Bands und abschließender DJ-Runde war wieder „der Hammer“ – siehe letzter Satz. Ob wir das alles auf diesem Niveau halten können, werden die Finanzen zukünftig entscheiden. Wenn wir es hinbekommen, gerne. Aber wenn unser Engagement diametral zur öffentlichen Förderung des Events steht, müssen wir an der Stelle zuerst kürzer treten. Auch wenn es weh tut und sehr schade wäre.

Was es sonst noch so zu berichten gab: -> relativ viel

  • Ein sichtlich überraschter und gerührter Cheforganisator, als zig Orgteamer und Helfer/Unterstützer flashmobartig am Freitag während des VIP-Empfangs die Bühne stürmten und sich demonstrativ hinter den „Macher“ stellten.
  • Staatsminister Markus Ulbig als tiefenentspannter Schirmherr, der mit dem Ami Dave und anwesenden Bürgermeistern das hawaiianische „Aloae“ intonierte.
  • Nico Zacek als Moderator - Neuzugang. Lob allenthalben – er darf 2017 wiederkommen – wenn er denn möchte ;-)
  • Eine leider etwas verregnete X'Kids Veranstaltung, trotzdem waren 230 Kids am Start
  • Mit OB Thomas Zenker war erstmals ein Stadt- oder Gemeindeoberhaupt am Start, und dann auch gleich als MTB-Starter einer Mannschaft, er hat sich achtbar geschlagen, was auch für das gesamte Team zutrifft…
  • Premiere für eine Athletenandacht am Donnerstag. Kam überraschend gut insbesondere bei Zuschauern und Strandbesuchern an.
  • Drei „Echte Männer“ aus der vox Serie waren am Start, zwei haben´s geschafft und wollen wiederkommen.
  • Ronny Helbig/Bäckerei Häntsch kreiert O-SEE Fitness-Kekse in der Form des O-SEE Logos, oberlecker.
  • Jörg „Joe“ Teifel erhält die Beißerwade für seine sportlichen Allrounderqualitäten, sein Wirken beim Aufbau der Sportabteilung des O-SEE Sports e.V. und für den ersten Deutschen Meisterschaftstitel, welchen er für O-SEE Sports eingefahren hat.
  • Eine unglaubliche After Race Party, bei der durch die Band der neue O-SEE Schlachtruf intoniert wurde

O-SEE Challenge – Rock'n'Roll !!!

Wir sehen uns wieder zur 17. O-SEE Challenge am 18.-20. August 2017!

Herzlichst Euer Dr. „Benno“ Klaus Schwager & DANKE an alle für alles !!!

2017

O-SEE Challenge 2017

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2017

Für Olbersdorfs Bürgermeister war es die die farbenfroheste O-SEE Challenge „ever“. Die O-SEE Challenge 2017 hat nun vollendet das gezeigt, was sie in unseren Visionen immer sein sollte: Sportwettkampf auf Weltniveau, Kultevent, Volksfest, angesagtes Kids-Race, Szenetreff (europaweit), Touristikmessestand, Partymeile, Familienmagnet. Dieses permanente Justieren und Feilen am Konzept zahlt sich jetzt aus, nun ist sie ein stimmiges Gesamtpaket. Der Ruf der O-SEE, ihr Flair, die Gastfreundlichkeit der O-SEE Family ist inzwischen legendär und die gesamte Veranstaltung schickt sich an, ein Klassiker zu werden. Inzwischen kann die Veranstaltung und alles was sich „drumherum“ über das Jahr entwickelt hat und zukünftig noch entwickeln wird durchaus als Wirtschaftsfaktor für die Region gewertet werden. In einer Diplomarbeit wurde diese Wertschöpfung nun auch untersucht und jährlich mit einem mittleren sechsstelligen Betrag beziffert. Das ist nicht mehr nur „Fun“.

Dabei stand die O-SEE 2017 anfangs unter keinem so guten Stern, denn sie musste sich bzgl. des XTERRA Germany als Konkurrenz zur fast zeitgleich in Kanada stattfindenden ITU Weltmeisterschaft Cross-Triathlon behaupten. Aber der befürchtete Aderlass bei den Elitstartern und ambitionierten Agegroupern blieb aus. Der XTERRA Germany hatte letztendlich mit 48 Elitestartern ein höherkarätiges Starterfeld als die WM und stellte damit ihre Attraktivität unter Beweis. Das war für uns und auch für das XTERRA Management um Nico Lebrun eine faustdicke Überraschung.

Die Wetterprognosen waren noch drei Tage vor der O-SEE schlichtweg verheerend. Und was war? Abgesehen von einer Sturm- und Starkregeneinlage in der Nacht zum Samstag, die das Areal mal kurz in einen Kriegsschauplatz verwandelte, hatten wir Traumwetter. Durch die Starkregeneinlage hatten wir auf den Wettkampfstrecken jedenfalls feinste Schlammbedingungen – so wie es echte Crossathleten und die Fotografen lieben.

Vor der O-SEE trafen fast täglich Hiobsbotschaften bzgl. des Zustandes der MTB-Strecken wegen der gerade laufenden Forstarbeiten herein. In der Tat war der Forst in weiten Streckenteilen zugange. Natürlich hatten wir Kenntnis davon und hatten uns im Vorfeld mit der Forstbehörde der Stadt abgestimmt und uns auf einen Zeitplan verständigt. Und es hat funktioniert, die Strecken waren 14 Tage vor Wettkampfbeginn komplett hergestellt und grundsätzlich nutzbar. Auch an dieser Stelle ein Dankeschön. Vielleicht gelingt es ja im Zuge zukünftiger Forstarbeiten sogar, diesen oder jenen Streckenabschnitt weg von den normalen Wegen zu bekommen, um ihn gleich als Trail in den Wald zu legen, wenn ohnehin schon schwere Technik alles umpflügt. Das äußerst erfolgreiche SingleTrek-Projekt der Tschechen lässt grüßen… Man sollte es mal durchdenken, gemeinsam. Wir wollen ja ein Klassiker werden, attraktiv genug, um „Verrückte“ aus ganz Europa anzulocken J.

Der eigentliche Race day am Samstag verlief pannenfrei, wir blieben von schweren Unfällen verschont und es war bei den Herren sogar mal wieder richtig spannend. Selbst die nicht endende Siegerehrung verlief einigermaßen harmonisch und völlig geordnet. Auch das OpenAir am Abend – Stimmung, Sommernachtsparty. Die irische Band mit einer Power-Frontfrau hat einen sauguten Job gemacht. Und die EXPO? Auch hier Harmonie. Seit dem neuen Aufbaukonzept, welches 2016 erstmals getestet wurde, entwickelt sich der gesamte Bereich Expo und Freizeit rasant. Zuschauer und Athleten nehmen die Expo Area an, Aussteller sind zunehmend begeistert und kündigen schon jetzt an, nächstes Jahr wieder dabei zu sein. Hatten wir so eher selten.

Neuerungen

  • erstmals begleiteten wir medial „Wettkampfneulinge“ als Rookies of the O-SEE Challenge und das werden wir auch so beibehalten.
  • die Pressekonferenz wurde über Facebook live gestreamt, mit beachtlicher Resonanz
  • Schickes neues Startnummernlayout, passend zum Gesamterscheinungsbild inkl. Personalisierung (Vorname)
  • eine professionelle Moderation bei den X´Kids, die das sichtlich genossen haben
  • zwei zusätzliche Zuschauertribünen im Zieleinlauf und Servicebereich. Diese wurden sehr gut angenommen.
  • eine zweite LED-Wall im Zieleinlaufbereich
  • endlich ein Monitor am Zieleinlauf, welcher bar die Zieleinläufe mit dokumentiert und so die Moderation verbessert hat
  • Änderung des XTERRA MTB-Trails im Bereich Ochsenstein mit dem Ziel der weiteren Erhöhung des Trailanteiles
  • Die O-SEE soll das Siegel von Green Championships bekommen, der Weg dorthin ist lang.

Kritik- und Verbesserungswürdiges: – > es gibt immer was zu verbessern…

  • ein nichtendender Siegerehrungsmarathon, Straffung tut not
  • der Audiobereich am Start braucht „mehr Power“ – war schon besser aber immer noch nicht ganz…
  • zu wenig Finishermedaillen vorrätig, der Ansturm der Kids hat unsere Kalkulationen bei weitem übertroffen
  • Der Bikewaschplatz muss in der Kapazität erhöht werden, vielleicht daneben gleich noch ein „Menschenwaschplatz“?
  • Die Qualität der Finishershirts Baumwolle war nicht „so toll“
  • Es fehlt ein Café, wo man einen richtig guten Latte Macciato oder Espresso trinken kann.

Stichwort Teilnehmerzahl: 1185 Athleten aus 24 Nationen (2016: 1030/23) waren am Start, davon 270 Kids.

Stichwort Rahmenprogramm: Die Zittauer Tanzformationen ZRookers und 1st RevoluZion sowie die Trial-Künstler um den Dresdner Sebi Hopfe gehören schon zum Inventar der O-SEE, der Bertsdorfer Zirkus Applaudino sollte es auch werden. Die Performance am Sonntag war schlichtweg atemberaubend.

Was es sonst noch so zu berichten gab:

  • Unterzeichnung einer dreiseitigen Kooperationsvereinbarung zwischen den Veranstaltergemeinden Olbersdorf und Zittau sowie dem Veranstalterverein O-SEE Sports.
  • 10 gelbgespritzte Fahrräder in Zittau und Umgebung verteilt als Werbeträger für die O-SEE, danke den Initiatoren!
  • Endlich eine coole Strandbar mit richtig Flair, dank Seesternbetreiber Heppi
  • eine Bigband am Freitagabend und ein begeisterter Dave Nicholas, der Frank Sinatra intoniert
  • das O-SEE Logo mitten auf dem O-SEE auf einen Wasserschleier projiziert, eine wunderbare Idee der Lichttechniker, viel besser als Feuerwerk…
  • Bennos „Beißerwade“ ging an O-SEE Sports „Eigengewächs“ Eric Friemelt
2018

O-SEE Challenge 2018

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2018

Es war staubig, es war heiß, es war extrem trocken. Die 18. O-SEE wird als Wüstenrallye in die Geschichte eingehen (und hoffentlich einmalig bleiben …). Ein seit Mitte April andauernder endless summer ohne nennenswerte Niederschläge verwandelte die sonst so grüne Oberlausitz in eine steppenartige karge Landschaft, der O-SEE hatte mit 26°C Badewannentemperatur und einen historisch niedrigen Wasserstand. Sonst übliche Diskussionen, ob mit oder ohne Neo geschwommen wird gab es nicht, genauso wenig wie einen Bikewaschplatz, da striktes Wasserentnahmeverbot aus Seen und Flüssen bestand. War aber nicht schlimm, den Staub konnte man von den Bikes einfach abkehren. Mehr gab es nicht zu berichten? Doch, natürlich gab es das. Ziemlich viel sogar. Das Wichtigste: Die O-SEE 2018 hatte für den XTERRA-Wettkampf nach 2011 und 2016 nun zum dritten Mal den Status einer XTERRA Europameisterschaft. Dementsprechend wurden in der Organisation und Vorbereitung alle Register gezogen und so präsentierte sie sich als komplexes „Gesamtkunstwerk“ mit Pressekonferenz am Donnerstag, feierlicher Eröffnung, würdigem VIP-Empfang am Freitag, O-SEE Challenge, XTERRA EM, Expo und Rahmenprogramm, O-SEE After Race Open Air am Samstag und O-SEE X’KIDS Challenge sowie O-SEE Light am Sonntag. Schirmherr und Triathlonlegende Faris Al-Sultan gab dem Ganzen auch noch den nötigen Promiglanz. Ja, die O-SEE Challenge ist mit der XTERRA Germany im Doppelpack inzwischen ein Klassiker unter den Crosstria-Events. Mit der ITU WM 2014 hat sich das schon zart angedeutet und inzwischen glaube ich, nach 18 Jahren – quasi mit Erreichen der Volljährigkeit, hat es dieses Event wohl nun endgültig geschafft. Das einmalige Flair am O-SEE und die Qualität der Strecken, aber auch die Herzlichkeit der O-SEE Family und diese wohl einmalige Kombination von Volkssportwochenende, Elitewettkampf und Familienfest haben ein besonderes Veranstaltungsfomat hervorgebracht, wohl einmalig für XTERRA-Events. XTERRA-Europameisterin Brigitta Poór schwärmt vom Bikekurs als abwechslungsreichsten und natürlichsten Rundkurs im XTERRA-Zirkus. Und Jörg Schneider, Multisportler, Tritime-Redakteur und Blogger schreibt gar „Echt jetzt, Leute: Wenn Du Dir zutraust, einen halbwegs anspruchsvollen Singletrail auf dem Mountain Bike zu fahren, dann MUSST Du einfach den Xterra Germany in Zittau mal erlebt haben. Die Betonung liegt auf MUSST! Sonst fehlt einfach etwas in Deiner Triathleten-Karriere.“. Schön, schön, sehe ich auch so ?

Die O-SEE überzeugt durch die vielen Facetten, in denen sie sich präsentiert. Alles ist wohl aufeinander abgestimmt, stilvoll und mit hoher Qualität dargeboten: ob Wettkampf oder Rahmenprogramm, ob Moderation oder Festplatzgestaltung, ob Siegerehrung oder Streckenauswahl. Man erkennt in allem eine unheimliche Liebe zum Detail und einen Hang zum Perfektionismus – ohne dabei steril oder überkommerzialisiert rüberzukommen. Im Gegenteil: Herzblut überall. Und das spürt man, das spürt jeder. Wenn wir schon bei Herz sind … Für ein Wochenende schlug das Herz von XTERRA Europe am O-SEE. Aber die Strahlkraft des Events beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf das eine Wochenende und auch nicht nur auf die Oberlausitz. Regional als auch überregional – und ich meine damit europaweit setzen wir positive Akzente und fördern diesen tollen Sport und, was noch wichtiger ist, den Zusammenhalt und das Zusammenwachsen einzelner Events und Entwicklungen. Nach vielen Jahren des „Herauskämpfens“ aus der sportlichen und medialen Bedeutungslosigkeit hat die O-SEE Challenge inzwischen einen gewissen Status und Bekanntheitsgrad erreicht, der es uns ermöglicht, andere bei Ihrer Entwicklung zu unterstützen, zu beraten oder einfach nur Geschlossenheit zu demonstrieren, egal, ob es ein kleinerer Swim&Run Wettkampf um die Ecke ist, ein Event der XTERRA German Tour oder gar der Europe-Tour. Die O-SEE resp. XTERRA Germany ist inzwischen eine Institution und der dahinter stehende Ausrichterverein O-SEE Sports e.V. dito. Überall wo O-SEE Sports bei XTERRA Events in Europa aufläuft gibt es ein „hallo“ und oftmals anerkennende Worte. Auch sportlich gelingt es dem Verein zunehmend, Zeichen zu setzen. O-SEE Sports ist in vielen Ergebnislisten mit zunehmend vorderen Platzierungen bei den Agegroupern vertreten und es ist nur eine Frage der Zeit, dass der erste Eliteathlet/in unter der O-SEE Sports-Fahne startet. Diese positive Energie sollen und müssen wir beibehalten und den Multisportgedanken gerade in Deutschland voranbringen. Dieses Lebensgefühl pflegen und leben. XTERRA halt. Das macht unheimlich Arbeit, viele sehen das nicht. Was O-SEE Sport seit Jahren leistet, ist beachtlich, ist etwas Besonderes. Das kann man schon erahnen, wenn man verfolgt, was auf unseren inzwischen 5! Webseiten (O-SEE Challenge, O-SEE Sports, XTERRA Germany, XTERRA German Tour, O-SEE Open Water Race) so übers Jahr passiert. Die Zugriffszahlen auf die Webseiten und Facebook-Accounts steigen kontinuierlich, am Montag nach der O-SEE musste der Hoster unseren Zugang wegen Überlastung sperren. Das gab es noch nie, zeigt aber, dass die Interaktionen intensiv wie nie sind. So gelingt es uns, dem Cross-Sport zu einer medialen Präsenz zu verhelfen, welche wir bei den öffentlich Rechtlichen als sogenannte „Randsportart“ so nie bekommen haben.

Nun noch ein Wort zum Wettkampfsonntag. Im Schatten des Hauptevents vom Samstag hat sich der Sonntag von Jahr zu Jahr hinsichtlich Teilnehmer und Besucher/Zuschauerzahl entwickelt. Beflügelt wird die Entwicklung nun noch durch die Einführung des Einsteigertriathlons, dem O-SEE Light. Bei der Premiere waren 62 Athleten am Start. Insgesamt waren also 360 Sportler am Sonntag an den Wettkämpfen beteiligt. Das heißt, auch hier nähern wir uns einer Teilnehmerzahl von 500 Aktiven, also einer durchaus mit Samstag vergleichbaren Größenordnung. Das ist eine tolle Entwicklung, über die wir sehr froh sind. Gleichzeitig bringt diese Entwicklung für uns neue Herausforderungen bzgl. Logistik, Helferzahl und Betreuung, Zuschauerlenkung. Dem müssen wir nun Rechnung tragen und angemessen darauf reagieren. D.h. das Team verstärken, Abläufe prüfen, die Arealgestaltung optimieren.

Neuerungen:

  • Erstmals seit vielen Jahren gibt es einen neuen Wettkampf – den O-SEE Light (0,4/10/5km). Er ist als Einsteiger-Crosstriathlon gedacht, zum Probieren ohne Leistungsdruck, daher gibt es bewusst keine Siegerehrung.
  • Die Laufstrecken der Samstagwettkämpfe wurden komplett neu konzipiert: 2 Runden, keine Seeumrundung mehr – dafür trailiger und zuschauerfreundlicher. Nach anfänglicher Skepsis fand die radikale Änderung aber doch Zuspruch.
  • Einen coolen neuen Zuschauerhotspot mit DJ und Partyflair am Steinigten Weg, den Athleten hat es sehr gefallen.
  • Erstmals seit vielen Jahren gab es keine Finishershirts, dafür aber sehr werbewirksame Handtücher im O-SEE Logo-Design.

Kritik- und Verbesserungswürdiges: – > es gibt immer was zu verbessern …

  • Es gibt immer noch keinen gepflegten Coffee Shop ?
  • Die fehlenden T-Shirts für Helfer und Athleten wurden von vielen doch sehr vermisst, insbesondere die Kids waren traurig. Also zukünftig doch wieder T-Shirts …
  • Eine ewig lange Warteschlange beim Check-In am Sonntag aufgrund der bei den Kids notwendigen obligaten Umbauarbeiten an den Schaltungen sorgte für Verzögerungen und etwas Unmut, wurde aber vom Moderator „Blümchen“ sehr elegant „weggequatscht“. Hier müssen zukünftig wenigstens zwei weitere Montageplätze eingerichtet werden. Danke bei der Gelegenheit an den Trainer des TSB Brannenberg, der hier kurzentschlossen mitgeschraubt hat, um die Situation zu entschärfen.
  • Den Zuschauerhotspot am Johannisstein sollten wir 2019 wiederbeleben, möglicherweise kann Oybin und/oder Jonsdorf diesen Part übernehmen und dort für Stimmung sorgen, das würde uns sehr helfen, die Athleten motivieren und möglicherweise kann man das ja auch mit etwas Eigenwerbung kombinieren …

Stichwort Teilnehmerzahl: 1441 Athleten, davon 58 Elite aus 26 Nationen (2017: 1185 Teilnehmer aus 24 Nationen), erstmals waren die Samstagwettkämpfe 3 Wochen vor Wettkampf total ausgebucht und es mussten Wartelisten eingeführt werden. Allmählich nähern wir uns den Grenzen …

Stichwort Rahmenprogramm: Wieder einmal sehr, sehr gelungen und vielseitig: Bigbandklänge, Tanzperformance, Slackline- und Trampolinshow, Zirkusflair, Popkonzert, DJs, Spitzenmoderation, Kinderprogramm – ein Riesendankeschön an alle Beteiligten! Höhepunkt war zweifelsohne das O-SEE After Race Open Air am Samstagabend. Unglaubliche Partystimmung bis in den Morgen, ausgelassen, aber völlig entspannt und mit dem inzwischen obligaten Schwenken aller Landesfahnen als emotionalen Höhepunkt. Was für ein Bild, was für eine Botschaft. Dass es vielleicht etwas laut war möge man uns nachsehen, es passiert ja nur einmal im Jahr.

Was es sonst noch so zu berichten gab:

  • Die Anzahl der leuchtend gelben Fahrräder, die als Werbeträger in der Stadt platziert wurden hat sich auf 22 erhöht. Eine wirklich originelle Idee mit sehr guter optischer Wirkung. Danke den Initiatoren.
  • Endlich mal wieder eine Siegerehrung, die nicht als endlose Zeremonie langweilte.
  • Mit 125 Teams das stärkste Starterfeld aller Zeiten, Tendenz weiter steigend.
  • Eine Fotobox für coole Sofortbilder hinter der Finishline, welche sehr guten Zuspruch fand.
  • Ein kurzer aber heftiger Sturm in der Nacht vom Freitag zum Samstag sorgte dafür, dass der funkelnagelneue Heliumleuchtballon vom Hauptsponsor MS „geschrottet“ wurde. Er leuchtete aber wenigstens am Eröffnungsabend.
  • Die Silhouette eines Großbrandes am „Schafstall“ als sehr beklemmende Kulisse für die Samstagabendparty.
  • Die Cross Cup-Wertung wird stillschweigend „beerdigt“, da Aufwand und Resonanz in keinem Verhältnis mehr zueinander standen. Die max. 5 Athleten, welche überhaupt in die Wertung gekommen wären, bitten wir um Nachsicht.

Wir sehen uns wieder zur 19. O-SEE Challenge am 16.-18. August 2019!

Herzlichst Euer Dr. „Benno“ Klaus Schwager & DANKE an alle für alles !!!

2019

O-SEE Challenge 2019

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2019

Rundum gelungen, bestens organisiert. Alles super… Was soll man noch sagen? Ja, wir sind auch 2019 den hohen Ansprüchen, die inzwischen an unser Event gestellt werden, gerecht geworden. Und ja, die O-SEE Challenge war auch 2019 wieder ein richtiger Kracher. „…. An Professionalität nicht zu überbietende O-SEE Challenge“ So bringt es die ehemalige Profi-MTB erin Birgit Jüngst-Dauber, Europameisterin 2003 und glühende O-SEE Verehrerin in einem FB-Post auf den Punkt. Der Wettergott war uns auch wieder mehr als hold, wenn man bedenkt, dass es den ganzen Montag nach der O-SEE wie aus Kannen gegossen hatte… was will man mehr? Bei aller Euphorie: Eines zeichnet sich ab: Wir haben die Grenzen des jahrelang andauernden Wachstums offensichtlich erreicht. Die Teilnehmerzahlen stabilisieren sich auf einem Niveau von insgesamt ca. 1300-1500 (was für eine Crosstria-Veranstaltung wirklich viel ist). Die O-SEE befindet sich im Wettbewerb mit über 500 Triathlon/Duathlonwettkämpfen allein Deutschland sowie mit zig kleinen und großen XTERRA-Events in Europa die alle um Teilnehmer buhlen. Und auch die vielen neuen Multisportformate (und ständig kommen neue hinzu) sowie die angesagten Obstacle Races sind für manch einen eine willkommene Alternative zum Crosstriathlon. So gesehen sind wir als gestandenes Event im Konzert schon gut dabei. Aber die Marke O-SEE Challenge inkl. XTERRA Germany und das dahinterstehende Veranstaltungskonzept muss permanent hinterfragt und nachjustiert werden, das Marketing dafür allgegenwertig sein. Und hier sehe ich den eigentlichen Qualitätssprung, welcher die diesjährige O-SEE auszeichnet. Ganzjährig wurde und wird gute Öffentlichkeitsarbeit auf allen Kanälen (und das sind inzwischen 6! Webseiten mit den zugehörigen SM Accounts) geleistet, die Community zur Interaktion „animiert“, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Permanent qualitativ hochwertige Video- und Textbeiträge und tolle Fotos auf allen Social-Media Kanälen, gezielte PR-Kampagnen und eine gelungene Pressekonferenz sind Ausdruck des guten Jobs, den die schlagkräftige PR-Truppe innerhalb des Orgteams leistet. Inzwischen auch in enger Kooperation mit mehreren Agenturen im In- und Ausland wie z.B. ICARUS, welche für die XTERRA European Tour hochwertige Videoproduktionen erstellen und verbreiten.

Dass die O-SEE eine logistische Meisterleistung darstellt, steht außer Frage (in einer Woche O-SEE City auf- und rückstandsfrei wieder abbauen). Trotzdem: Es gibt unzählige Ansatzpunkte, um den Auf- und Abbau zu optimieren und gleichzeitig das Erscheinungsbild des Areals zu verbessern. Und hier ist 2019 auch wieder richtig viel passiert. Beispiel: Die Stromversorgung für das Event läuft nun stabil über ein neu verlegtes Erdkabel, damit Wegfall von nervigen Notstromprovisorien, ein Meilenstein, nachhaltig. Weiteres Beispiel: Der Transport der Anlagenteile vom Lager zum Wettkampfareal und zurück wurde weiter perfektioniert, ein transportabler Bikewaschplatz wurde entwickelt. Sichtbarster Ausdruck dieser Bemühungen ist jedoch der Star der diesjährigen O-SEE Challenge: Der neue Zielturm. Ein handwerkliches Meisterstück, der in der für die Oberlausitz typischen Umgebindehausarchitektur detailgetreu nachempfunden, selbst der Herrnhuter Stern durfte nicht fehlen. Ein richtiger Hingucker und das neue Wahrzeichen der O-SEE. Zugleich auch Ausdruck unserer Bemühungen in Sachen Nachhaltigkeit. Alles ist auf jahrelange Nutzung ausgelegt, es gibt keine Werbeplanen o.ä. mehr, alles in Holzoptik, selbst die Sponsorenlogos. Ein Jahr Planung und Bau, gefördert durch ein Regionalprogramm des Freistaates. Riesendank an alle beteiligten Firmen.

Die O-SEE Family ist 2019 spürbar gewachsen: Virtuell (ca. 5.000 Freunde (XTERRA und O-SEE) mit einem Plus von 20 %, innerhalb eines Jahrs. Aber auch im realen Leben hat sich das Familienleben intensiviert ? . Nehmen wir beispielsweise den VIP-Empfang am Freitag: Die Zahl der teilnehmenden Ehrengäste steigt von Jahr zu Jahr, inzwischen weit über 200. Das zeigt das große Interesse an der Veranstaltung und ist ein Indikator dafür, wie viele inzwischen am Erfolg des Events beteiligt sind. Die O-SEE Challenge ist nicht nur Sportveranstaltung, die O-SEE ist ein gesellschaftliches Ereignis, ein Stück Heimatkultur. Unsere in Stein gemeißelten Tugenden Leidenschaft, Ausdauer, Vielfältigkeit – aber auch Lebensfreude, Fairness, Toleranz, Weltoffenheit – all das ist uns heilig. Nicht umsonst leuchtete das Herz der Kulturhauptstadtbewerbung an dem Wochenende über dem Areal. Eine deutliche Botschaft.

Ein weiteres Indiz dafür, dass hinter den Kulissen verdammt viel passiert: Das O-SEE Headquarter, unser inzwischen weithin erkennbares O-SEE Haus in Zittau entwickelt sich immer mehr zur Drehscheibe und Zentrale der O-SEE Familie (gern mit Erinnerungsfoto vor der Fassade). Die Zeiten sind schon lange vorbei, an denen nur an einem Wochenende im Jahr Besuch aus aller Welt bei uns eintrudelte. Nein, inzwischen herrscht ganzjährig ein Kommen und Gehen im O-SEE Haus: Sportler aus nah und fern schauen mal vorbei, um Freunde zu besuchen, Urlaub zu machen oder an einem Trainingscamp teilzunehmen. Sponsoren kommen auf einen Kaffee oder Schwatz vorbei, Partnerveranstalter wie Radek Patrak vom Malevil CUP/CZ stellen ihre neuen Projekte vor, Vereine aus Tschechien oder Polen melden sich und möchten gemeinsame Trainingslager für die Kids etablieren, O-SEE Sports-Mitglieder sitzen mit Vertretern anderer Vereine zusammen und koordinieren den Trainingsbetrieb oder feilen an neuen Veranstaltungskonzepten. Ohne unser Head Quarter und der fabelhaft agierenden Bürochefin wären wir nicht da, wo wir jetzt sind. O-SEE Sports ist in der Szene europaweit ein Begriff, bekannt und geschätzt. Kurz, man hat wirklich das Gefühl, in einer großen Familie zu leben, in einer Familie die rasant wächst.

Neuerungen:

  • Nun also eine richtige Bergwertung für die XTERRA und ORIGINAL-Kategorie. Die schnellsten MTBler /innen auf den Hochwald werden dabei gekürt. Der Rekord liegt bei 38 min. Dabei sind gepflegte 500 Höhenmeter zu bewältigen..
  • 3 signifikante Änderungen auf der MTB-Strecke, welche den Trailanteil weiter erhöht haben. Für die Reduced-Starter ist es nun sehr anspruchsvoll, ich weiß. Hier wird die Resonanz abgewartet und 2020 ggfs. gegengesteuert (wenn der Shitstorm zu groß wird). Ideen gibt es dazu…
  • Das neue Zieltor, der ganze Stolz der Veranstalter. Nächstes Jahr wird es noch etwas verfeinert.
  • Eine stabile Stromversorgung für das Event dank einer neuen Stromtrasse, keine Notstromaggregate mehr – gottseidank!
  • Endlich mal ein ordentlicher Espresso oder Latte vor Ort – Dank Kalle und dem Coffee Bike
  • Wieder Finisher-Shirts für alle. ?

Kritik- und Verbesserungswürdiges: – > es gibt immer was zu verbessern…

  • Leichtes Badekappenchaos bei der Ausgabe, da auf einmal ein Teil der Badekappen verschwunden war (nachher aber wieder da…)
  • Beim Thema Müllvermeidung müssen wir nochmal ran. Auch die kompostierbaren Plastebecher sind nicht der Stein des Weisen. Und was auch so an Müll rumlag… War zwar tendenziell weniger, ist aber immer noch zu viel. Wir müssen das Thema offensiver kommunizieren, auch die Mülltrennung.
  • Ein Livestream vom Hauptwettkampf, der aber aufgrund der schlechten Internetverbindung aber nicht wirklich live war.
  • Einige versemmelte Audioeinblendungen beim Start (fehlender Herzschlag, es war auch insgesamt wieder sehr leise)
  • Paar kleine Patzer bei den Videoeinblendungen, aber das ist zugegebenermaßen auch ganz schön komplex.
  • Das Erscheinungsbild des Events ist nicht sehr einladend, wenn man vom Eingang Südstraße auf das Gelände kommt (Bühnenrückseite mit DIXI-Toiletten). Das können wir besser…

Stichwort Teilnehmerzahl: 1314 Athleten, davon 51 Elite aus 23 Nationen (2018: 1441 Teilnehmer aus 26 Nationen), ein leichter Rückgang. Mögliche Gründe: Schuleinführung in Sachsen, keine EM, so wie 2018. Trotzdem gut.

Stichwort Rahmenprogramm: Inzwischen ein echtes Alleinstellungsmerkmal des Events. Wieder sehr, sehr gelungen und vielseitig. Inzwischen mit vielen Partnern die z.T. schon zum Inventar gehören wie die HipHopper um Jenny Kretschmer (ZRookers, 1st.ExplZion) und der Kinderzirkus Applaudino. 2 Trialfahrer aus Tschechien zeigten unterhaltsam was so alles mit Motorrad und Rad geht, außer geradeaus fahren. Musikalische Untermalung kam am Freitag von Heppys Dixiband und am Samstag von zwei guten Bands: AudioCity und Matija aus München. Aber der emotionale Höhepunkt startete ab 23 Uhr, als DJ Robin & Co loslegten. Unglaubliche Partystimmung bis weit in den Morgen, ausgelassen mit dem inzwischen zum Kult gewordenen Schwenken aller Landesfahnen. Und, ja es war wieder ganz schön laut…

Was es sonst noch so zu berichten gab:

  • Ein schlagfertiger Schirmherr Heiko Krause, der standesgemäß mit Schirm zur Pressekonferenz erschien
  • Ein Heiratsantrag vor der Siegerehrung auf der Bühne, sehr berührend (würde ich mir nie trauen, chapeau!)
  • Mit Max Zielke ein neuer Moderator (TV-Moderator,z.B. „ran“), welche sich super eingebracht hat und wohl wiederkommen wird…
  • Coole „O-SEE“ gebrandete Sonnenbrillen als Give away.
  • Das neue Wettkampfformat O-SEE Light war wieder mit 65 Teilnehmern besetzt, hat sich also nun etabliert.
  • Richtig gut besuchte Yoga-Kurse als Rahmenprogramm.
  • Ein großer und vielseitiger Expo und Kinderbereich, neu mit coolem Fahrradparcour und Biathlonstand. Danke an die Lückendorfer Heimatfreunde und FahrwerkB
  • Eine edle O-SEE Schmuck-Kollektion in Silber vom Zittauer Goldschmied Baldauf (Weihnachtsgeschenk?!)
  • Der voriges Jahr durch einen Sturm geschrottete Heliumballon von Sponsor MS Powergroup leuchtete wieder am Himmel. Allerdings auch nur einen Abend, irgendwo war wieder eine Leckage, so dass er am 2. Tag ziemlich schlaff am Himmel hing und geborgen werden musste.
  • Bennos „Beißer-Wade ging an die charmante Maria Döring, erste Elitestarterin für O-SEE Sports und Botschafterin der O-SEE, begnadete MTBlerin.

Wir sehen uns wieder am 14.-16. August 2020 zur Jubiläums – Challenge und Geburtstagsparty ! 20 Jahre…

Herzlichst Euer Dr. „Benno“ Klaus Schwager & DANKE an alle für alles !!!

 
2021

O-SEE Challenge 2021

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2021

Yes! Wir können es noch. Mit einer fulminanten O-SEE Challenge 2021 hat sich DAS Event der Region zurück auf die große Bühne der hochkarätigen XTERRA Wettkämpfe Europas gemeldet. Nein, das ist nicht zu dick aufgetragen. Es entspricht dem, was alle gesehen und erlebt haben: Eine perfekte Show - von Freitag bis Sonntag. Der O-SEE und der Naturpark Zittauer Gebirge spielten ihre landschaftlichen Trümpfe aus, selbst das Wetter, welches den Sommer in diesem Jahr ziemlich aus dem Programm gestrichen hat, war nahezu ideal. Dabei stand es lange auf der Kippe, ob die Pandemieentwicklung eine Veranstaltungsdurchführung überhaupt zulässt - und wenn ja unter welchen Auflagen? Diese Unsicherheit ließ das Organisatorenteam lange zaudern. Vergleichbare Events in Europa wurden reihenweise abgesagt, auch regionale Traditionsveranstaltungen wie das Lückendorfer Bergrennen oder das Dreiecksrennen kapitulierten. Im Juni dann die einmütige Entscheidung des Teams – „Yes, we make it!“. Danach starteten fieberhaft die Vorbereitungen unter enormen Zeitdruck, immerhin galt es 3 Monate Vorbereitungsrückstand aufzuholen. Aber dank einer, in der Region einmalige Dimension der Zusammenarbeit von Organisatoren, Sponsoren, Institutionen, Förderern, Helfern und Athleten gelang es, die O-SEE Challenge wieder in der erwarteten Qualität zu präsentieren.

Und dann wagte man es auch noch, trotz dieser wirklich nicht einfachen Situation, ein neues Wettkampfformat in den ohnehin prallgefüllten Eventablauf „einzubasteln“ – den XTERRA Short Track. Dieses Format des Sprintwettkampfes auf engstem Raum ist ganz klar auch als Show konzipiert, weil die Zuschauer den kompletten Wettkampfverlauf am Standort mitverfolgen können. Auch ist es mit vertretbaren technischem Aufwand möglich, das Renngeschehen mit mehreren Kameras aufzuzeichnen und das Signal ins WWW zu streamen oder Fernsehsendern zur Verfügung zu stellen. So hat zur Premiere am O-SEE der MDR das Rennen komplett übertragen. Das Konzept ist vergleichbar mit den Biathlonwettkämpfen in Stadien, Langlauf am Elbufer oder die Cyclocross-Serien. Nun also auch der O-SEE mit seinem Panorama als Podium für so eine spektakuläre Show.
Die Planung dazu gestaltete sich dann allerdings doch aufwändiger als anfangs gedacht. Aber hier wurde die einjährige Zwangspause geschickt genutzt, um die Strecken auszutüfteln und anzulegen, und um die hölzernen Schikanen zu planen und zu bauen, welche die Bikestrecke regelrecht zum Hindernisparcours werden ließen. Und als das dann alles aufgebaut war – Staunen allerorts. Wow – eine riesige 180° Kurve direkt am Wasser, gewaltige Rampen und Anlieger auf der großen Liegewiese, steile Brücken über die Wege, frisch angelegte natürliche Trails in den kleinen Wäldchen. Jede natürliche Gegebenheit wurde clever in den Kurs eingebaut. Das Ergebnis ließ den Elitestartern und den Offiziellen ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern. Die jungen Wilden im Orgteam waren stolz wie Bolle, denn es war insbesondere ihr Baby. Da bringt sich gerade eine neue Generation von Orgteamern in Stellung. Die Premiere Freitag ab 15.30 war dann der Knaller schlechthin. 27 Elitemänner und 18 Elitefrauen aus ganz Europa zeigten eine beeindruckende Vorführung Ihres Könnens. Das war wieder eine neue Qualität in der Entwicklung der O-SEE Challenge.

Dass einige der Elemente dann auch am Samstag in den MTB-Kurs mit integriert wurden, ließ manchem volkssportlich orientierten Starter dann das Herz etwas in die Hosen rutschen, denn diese Rampen und Kurven wurden erst kurz vor der Zieldurchfahrt passiert, wenn man also schon einige Kilometer harte MTB-Tour in den Beinen hat. Aber es hat funktioniert, alle sind da gut durchgekommen und waren danach voll mit Adrenalin - so auch beispielsweise auch Zittaus OB, welcher im Team mit Mr. O-SEE und Jonsdorfs Bürgermeisterin startete.

Und die spektakuläre 180° Kurve direkt am O-SEE ist nun das neue Wahrzeichen des Events.

Auch Schirmherr Michael Kretschmer war sichtlich von dem was er sah angetan und kam nach der Teilnahme an der Eröffnung gleich nochmal am Samstag mit seinen Kids vorbei. Apropos Eröffnung: Auch die war wieder ein Highlight für sich. Zahlreiche Honoratioren, Sponsoren und Prominente sind der Einladung gefolgt, bei bester Stimmung wurden viele gute Gespräche geführt. Diese entspannte Stimmung nutzte Olbersdorfs Bürgermeister Andreas Förster auch gleich geschickt, um in aller Öffentlichkeit dem Landesvater seinen Unmut über die schleppende Bearbeitung des Förderantrages für die Sanierung des O-SEE Areals am Nordufer kund zu tun. Man versprach, der Sache nachzugehen… Wäre ja schön, wenn die Kraft der Bilder, welche die O-SEE Challenge erzeugt hat, beim MP so einen Eindruck hinterlassen haben, dass er in den Amtsstuben mal nachbohrt.

Schön auch, dass wieder fast 200 Kids zum O-SEE gefunden haben und am Sonntag ihre eigene Challenge absolvierten und schön war auch für die Organisatoren und Helfer, dass danach der Abbau regenfrei vonstattengehen konnte.

Apropos Abbau: 5 Tage dauert der Aufbau von O-SEE City. Dank schwerer Technik und vieler Helfer und einem ausgeklügeltem Konzept wird das alles innerhalb von nur 8 Stunden wieder rückgebaut und der Strand in den Urzustand zurückversetzt. Sonntag 21 Uhr ist das gesamte Equipment bereits wieder im Lager verstaut: Fahrradbrücke, Zieltor, Laufbrücke, die riesige neue Holzkurve, aufblasbare Bögen, zig Banner und Fahnen, Zelte, Fahrradständer für 800 Bikes, etliche Hänger mit diverser Ausrüstung, Computertechnik, zig Kilometer Kabel, Zäune und und und… Lediglich der Riesenschirm steht dann noch einsam und wird am Montag von der Spezialfirma abgebaut. Eine logistische Meisterleistung, vor der ich jedes Mal aufs Neue den Hut ziehe.

Und das alles haben wir so einer Wette von vor über 20 Jahren zu verdanken. Daran erinnert auch die aus Anlass des (leider ausgefallenen) 20-jährigen Jubiläums 2020 nun nachträglich aufgelegte Jubiläumsbroschüre. Besonders Highlight darin: Die 5 Helden von 2000 posierten 22 Jahre später nochmal und stellten das Urmotiv nach. Man muss schon genau hinschauen, um Unterschiede zu erkennen. ;-) Jedenfalls wird diese so liebevoll gestaltete und in Kleinauflage erschienene Broschüre in 20 Jahren sicherlich Gold wert sein.

Ich kann mich nur wiederholen: Es war ein tolles Wochenende. Ich denke auch, es war schlichtweg das Highlight des Jahres in der Region. Unser Mut und unsere Risikobereitschaft und der unbedingte Wille, nicht klein beizugeben, wurden belohnt. Wir haben vielen Menschen, denen der Sport etwas bedeutet, denen die O-SEE und die Heimat etwas bedeutet, ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Es war schlichtweg die Challenge des großen Lächelns.

Dank an alle Sponsoren, Helfer, Förderer, Dienstleister, es war eine grandiose Teamwork. Riesiges Dankeschön an die Ausrichtergemeinden und den Landkreis für die durchweg wohlwollende Sichtweise auf unser Veranstaltungskonzept, für die vielfältige Unterstützung und angenehme Zusammenarbeit. Es macht so einfach nur Spaß …

Neuerungen:

  • Natürlich die Einführung des XTERRA Short Track
  • Drei Änderungen auf der MTB-Strecke, welche den Trailanteil weiter erhöht haben. Für die Reduced-Starter anspruchsvoll, ich weiß. Aber nächstes Jahr soll der Reduced Trail wieder auf den Körtingweg zurückgeführt werden, wenn die Stadt Zittau diesen dann endgültig instandgesetzt hat. Das Versprechen hab ich…
  • Eine neue (ziemlich hohe) Radbrücke in solidem Metallbau aber analog dem Zieltor in Holz- und Umgebindehausoptik gestaltet. Ein weiterer Hingucker. Das Projekt konnte dank einer Förderung durch den Freistaat realisiert werden.

Kritik- und Verbesserungswürdiges: -> es gibt immer was zu verbessern…

  • Die WC-Situation … Unser neuer WC-Container mit untergebautem 10 m³ Tank war aufgrund der exzessiven Wassernutzung an den Waschbecken ruckzuck voll. Wir müssen wohl auf Selbstschlussarmaturen umrüsten und bräuchten eigentlich da unten eine Abwasserleitung …
  • Die Ausschilderung auf der Laufstrecke muss nochmals nachgebessert werden. Eigentlich dachten wir, dass sie „idiotensicher ist“, aber es gab wieder welche, die den Rundenübergang zur zweiten Runde verpennt haben und im Ziel angekommen wieder zurück auf die Strecke geschickt werden mussten.
  • Das Short Track-Konzept muss hier und da noch etwas optimiert werden (Zuschauerlenkung, Umfahrungen der Schikanen für Ängstliche verbessern etc.).

Stichwort Teilnehmerzahl: 810 Teilnehmer aus 19 Nationen (2019: 1314 Athleten, davon 51 Elite aus 23 Nationen), pandemiebedingt ein enormer Rückgang, insbesondere bei den Teams. Trotzdem gut.

Stichwort Rahmenprogramm: Pandemiebedingt auf ein Minimum reduziert, keine Bands, keine Trial-Vorführungen, kein Kinderzirkus. Es gab viele fragende und traurige Blicke deswegen. Wenigstens hat Zittaus Tanzcompany 1stRevoluZion eine Kurzvorstellung gegeben. Und die DJs Robin & Nico haben das O-SEE OpenAir wieder zelebriert und jeder hat's genossen.

Was es sonst noch so zu berichten gab:

  • Jiz50 Moderator Michal Mazac als deutsch-tschechischer Moderator und Steffen „Blümchen“ Blümke als Idealbesetzung für die X´Kids Moderation.
  • Ein vom Event total begeisterter XTERRA-Moderator Chun de Stockel, er will 2022 mit seiner Band wiederkommen.
  • Ein richtig gut sortierter O-SEE Merchandising Stand und Online-Shop, insbesondere dank Franzi von FM-Style wurde das Sortiment enorm verbreitert, O-SEE wird Lifestyle-Marke
  • Ein super geschnittenes Eventvideo – Danke insbesondere an Carel du Plessis und Philipp Herfort
  • Bennos "Beißer-Wade" ging an Marcel Dextor, einem stets hilfsbereiten Machertypen, der sich auch beim Short Track Konzept und dessen Umsetzung extrem engagiert hat. Begnadeter Snowboarder, Downhiller, MTBler – cooler Typ.

Wir sehen uns wieder am 19.-21. August 2022

Herzlichst Euer

Dr. Klaus „Benno“ Schwager alias Mr. O-SEE & DANKE an alle für alles!!!

2022

O-SEE Challenge 2022

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2022

„Wird er wieder als weithin sichtbares Wahrzeichen der O-SEE aufgebaut sein oder nicht?“ Ja – er wird! Diese Frage musste ich im Vorfeld sehr, sehr oft beantworten. Und so stand der große Wetterschirm, wie erhofft pünktlich am 18.08.2022 am Nordstrand des O-SEEs und wachte majestätisch über das Geschehen am Wochenende. Nach den Turbulenzen Anfang des Jahres wegen der überraschenden Absage eines Hauptsponsors schien die Finanzierung gefährdet – aber Ende gut alles gut, denn eine Welle der Hilfsbereitschaft und Unterstützung sorgte dafür, dass diese Lücke schnell wieder geschlossen werden konnte. Und so bildete es wieder den zentralen Punkt des Events – „unser“ futuristisches Wettersegel, als Wetterschutz bei Regen und Sonnenschein, als Partylocation, als Treffpunkt der Athleten zum Briefing, als Freiluftrestaurant, als Public-Viewing Bereich vor der LED-Wand, als Ort für die vielen Zeremonien der O-SEE, als wirkungs- und stilvoller Werbeträger für die Veranstaltung und die Hauptsponsoren – und eben als Wahrzeichen. Eine O-SEE zukünftig ohne Schirm – undenkbar, das wissen wir nun alle. Wie wichtig dieses Teil für den Erfolg der Veranstaltung ist, zeigt sich insbesondere bei Wetterunbilden.

Und die hatten wir 2022. Nach wochenlangen stabilen Hochsommerwetter änderte sich die Großwetterlage zum Wochenende grundlegend, es sollte richtig feucht werden. In der Prognose wurden 40l/m² Niederschlag gehandelt. Ganz so schlimm kam es dann nicht, der Freitag ging mit einem wiederum spektakulärem Short Track-Rennen bei bestem Wetter über die Bühne, der VIP-Empfang und die Eröffnung fanden auch noch in lauem Sommerabendfeeling statt. Aber ab 21 Uhr ging es dann los und der Schirm musste dann zeigen, dass er sein Geld wert ist. Es regnete die ganze Nacht und den halben Samstag. In der Nacht zum Sonntag goss es dann wie aus Kannen. Für die Athleten war es ein großes Gaudi, wie dann auch die vielen Bilder von schlammbeschmierten fröhlichen Bikern und Läufern zeigten. Für die Zuschauer eher nicht, für uns Veranstalter auch nicht so, aber dank des Wetterschirmes war es erträglich. Zumal der Sonntag dann besser wurde und am Nachmittag sogar die Sonne wieder herzu kam. Aber vorher musste das Orgteam Sonntag früh mal wieder die „Strohnummer“ bringen. Das war seit 2014 nicht mehr notwendig gewesen. Und die geht so: Zwei große Ballen Stroh werden an den schlammigsten Stellen breitgekrümelt, unterm Schirm sah es danach aus wie in der Zirkusmanege, die Kids hatten Spaß. Aber der Zweck heiligt die Mittel. Es gab kaum noch Schlamm, den gab es lediglich Samstagnacht, und das reichlich. Das O-SEE Open Air endete – man ahnt es schon, als gigantische Schlammparty á la Woodstock oder Wacken, nur mit feinster Technomugge. Sowas hab ich in den 22 Jahren O-SEE noch nie erlebt.

Ansonsten lief die O-SEE 2022 reibungslos und in der schon gewohnten Qualität über die Bühne. Chapeau, ans Team – ihr habt wieder einen großen Job gemacht. Nach der Premiere 2021 wurde an dem Short Track Konzept weiter gefeilt, insbesondere an der medialen Begleitung. Dieses Jahr gab es da wirklich nichts auszusetzen, der Livestream und die Sondersendung des mdr bei „Sport im Osten“ waren sehenswert, auch top moderiert. Olympionike und Triathlonurgestein Maik Petzold konnte hier sogar als Co-Moderator gewonnen werden. Ich denke, das ist ein Stück Zukunft von XTERRA und ein gutes Konzept, um den Cross-Triathlon in den Medien und bei Zuschauern besser platzieren zu können.

Alles in allem ist die O-SEE 2022 wieder ihrem guten Ruf als Event und Volksfest voll gerecht geworden. Zugegeben, ein paar mehr Zuschauer wären ok gewesen, aber das Wetter hat es halt nicht hergegeben. 2023 wird’s wieder besser, wenn man der Statistik Glauben schenken kann. Kann man aber nicht mehr – ich weiß. Daher hoffen und bangen wir 2023 aufs Neue und sind voller Vorfreude. Und wenn ich für 2023 einen Wunsch freihätte: Wenn sich jemand finden würde, der den Schirm am Sonntagabend noch einer Nachnutzung zuführen kann, gerne. Er wird immer erst Montag früh abgebaut und steht daher Sonntagabend einfach so da – bezahlt. Ein Klassikkonzert, eine Filmveranstaltung, eine Theateraufführung oder, oder, oder – anything goes. Wie gesagt, der Schirm ist da, Bestuhlung ist da, Strom, Audio- und Lichttechnik ebenfalls. Die Gastronomieinfrastruktur könnte in gesonderter Abstimmung nachgenutzt werden. Es gibt nur eine Einschränkung: Das muss dann mit eigenen Leuten organisiert werden und darf zu keiner Mehrbelastung der Kerntruppe führen, das Team der Challenge ist Sonntagabend immer stehend KO …

Dank an alle Sponsoren, Helfer, Förderer, Dienstleister, es war wieder eine Freude, mit Euch allen zusammen die O-SEE zu zelebrieren (ja ich nutze dieses Wort gerne in diesem Zusammenhang). Riesiges Dankeschön an die Ausrichtergemeinden und den Landkreis für die vielfältige Unterstützung und angenehme Zusammenarbeit. Und natürlich: Danke an die Rettungsdienste, die uns all die Jahre so die Treue halten und uns, meist im Ehrenamt, unterstützen.

Neuerungen:

  • Erkennbar keine, oder? Doch eine: erstmals Finishermedaillen aus Holz, der Nachhaltigkeit wegen.

Kritik- und verbesserungswürdiges: -> es gibt immer was zu verbessern …

  • Die WC-Situation (+Duschen) … gegenüber 2021 verbessert, aber immer noch „angespannt“ – es muss eine grundsätzliche Lösung dafür her, um eine entsprechende Infrastruktur mit vertretbarem Aufwand errichten zu können: ein regulärer Schmutzwasseranschluss für das Areal. Dies ist jedoch nur mit einer Hebeanlage realisierbar. Hier sind wir auf Unterstützung von außen angewiesen.
  • Eine sehr „englischlastige“ Moderation am Freitag beim Short Track und Samstag beim Hauptrennen hat bei einigen Zuschauen für Unmut gesorgt. Das Konzept der mehrsprachigen Moderation muss besser choreografiert werden, inkl. Vermittlung von wissenswerten Hintergrundinformationen.
  • Das Meldezelt war dieses Jahr etwas kleiner als üblich – geht nicht, die Mindestgröße 15 x 20 m muss sichergestellt sein, damit die Funktionen ordnungsgemäß erfüllt werden können. Gab Unmut und Ärger deswegen …

Stichwort Teilnehmerzahl: fast analog 2021, gemeldet 900, wetterbedingt gestartet, aber nur knapp 800 Teilnehmer aus 21 Nationen. Die Prognosen und der Dauerregen haben zahlreiche Athleten abgeschreckt, die Zahl der Nachmeldungen bei den Kindern war relativ gering.

Stichwort Rahmenprogramm: Erstmals traten keine Bands beim Open Air auf, sondern DJs. Mit Kyau & Albert konnte ein prominentes und international erfolgreiches Duo der Techno-Szene gewonnen werden. Auf der Family Area überzeugte mit einem sehr großen Angebot (Biathlon, Surfsimulation, Mr. Snow, Kinderbelustigungen). Mehrere Auftritte der Tanzgruppen der GAV Zittau (1stRevoluZion, Little ExploZion, Dashbones) und von DIRECTIONS sorgten für gute Stimmung und Abwechslung. Die Expo war ebenfalls wieder repräsentativ. Der Merchandising-Shop von O-SEE-Sports entwickelt sich zunehmend zum Flaggschiff.

Was es sonst noch so zu berichten gab:

  • Ein bemerkenswerter Einsatz der Gemeinde Olbersdorf, die kurzerhand eine Ersatzbrücke/Überfahrt über den Grundbach baute, als erkennbar wurde, dass die Holzbrücke nicht mehr verkehrssicher ist und gesperrt werden musste – danke dafür!
  • Eine kurzfristige Streckenänderung der MTB-Strecke auf dem Hochwald wegen der Bauarbeiten. Erstmals wurde der Hochwaldturm nicht angefahren und der Erfrischungspunkt an die Baude verlegt.
  • Ein cooles Fotoshooting Freitagabend an der 180°-Kurve mit Einsatz von Farbnebeln, Wasserfontänen und zahlreichen Eliteathleten, die immer und immer wieder durch die Steilkurve rasten, es entstanden fantastische Bilder, die sofort viral gingen.
  • Chun de Stockel, der durchgeknallte Belgier rockt die Moderation, „unser“ Martin kommt kaum zu Wort
  • Steffen „Blümchen“ Blümke zusammen mit Martin Ansorge sind die Idealbesetzung für die X’Kids Moderation am Sonntag. Legendär wird allmählich die Geschichte von der Pinguinfamilie … Wer sie noch nicht kennt – nächstes Jahr vorbeikommen, oder beim Ultratrail im Herbst, da wird Blümchen diese sicher auch wieder zum Besten geben.
  • Bennos „Beißer-Wade ging an Heike Eickert – als Mutter der Kompanie resp. von O-SEE Sports. Heike ist die gute Seele des Vereins, die von Ihr gemanagte Geschäftsstelle des Vereins ist inzwischen Dreh und Angelpunkt für alle Aktivitäten von O-SEE Sports, sei es Eventvorbereitungen, sei es die rührige Mitgliederarbeit oder sei es, einen vielfältigen Trainingsbetrieb logistisch zu organisieren.

Wir sehen uns wieder am 18.-20. August 2023 – im Naturpark Zittauer Gebirge
Herzlichst Euer
Dr. Klaus „Benno“ Schwager alias Mr. O-SEE & DANKE an alle für alles !!!


2023

O-SEE Challenge 2023

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2023

Wie oft haben wir uns gefragt, ob noch Steigerungen möglich sind, um dann staunend zu konstatieren – ja sind möglich – wenn das Wetter mitspielt. Und genau so war es 2023. Ein Sommerwochenende wie es im Buche stand, ok etwas zu heiß vielleicht … Aber im Vergleich zu den Wochen davor hatten wir richtig Glück und das haben wir auch weidlich ausgenutzt. Sprich: Vorbereitung, Durchführung und Rückbau der O-SEE Challenge liefen wieder einmal wie am Schnürchen.

In dem höchst hörenswerten Podcast Klartext Triathlon Race Talk #7 mit dem neuen Deutschen Meister Cross-Triathlon Sebi Neef oder dem des Amerikaners Eric Lagerstrom („The Most Brutal Bike Course – XTERRA Germany“), welcher bei uns am Start war, wurde dies auch so in überzeugender Weise kommuniziert. Eric ist Profi, hauptsächlich auf der IM 70.3 Distanz und hat zusammen mit seiner Partnerin Paula Findlay, ebenfalls Profi-Triathletin einen eigenen Youtube-Kanal „that triathlon life“ mit 56.000 Abonnenten. Sein Fazit: Coole Trails, legendäre After Race Party. Belassen wir es dabei. Danke Eric, danke Seebi. Und danke an die 200 Teilnehmer einer von uns initiierten Onlineumfrage, bei der 95,5% die O-SEE Challenge unbedingt weiterempfehlen würden.

Neuerungen:

  • Rückführung der Reduced- und der Classic-MTB-Strecke auf die Urstrecke von vor 2010, damit verbunden eine konditionelle Entschärfung der beiden Distanzen – Resonanz durchweg positiv.
  • Ein völlig neues Audiokonzept, damit verbunden zwei neue 8m hohe Lautsprechertürme – als neues Wahrzeichen und Werbe- und Infoträger.

Kritik- und verbesserungswürdiges: -> es gibt immer was zu verbessern …

  • Eigentlich nur „Kleinkram“ und der Dauerbrenner – Sanitäre Anlagen. Leider haben wir es immer noch keinen Schmutzwasseranschluss am Festplatzareal, dementsprechend minimalistisch musste wieder die gesamte Sanitäre Infrastruktur ausgerichtet werden. Nun hoffen wir auf 2024…
  • Und noch ein Dauerbrenner: der Siegerehrungsmarathon. Aber in der Onlineumfrage fanden doch über 60% das Procedere ok und nicht zu lang.

Stichwort Teilnehmerzahl: Tendenz nach oben: gemeldet 1020, gestartet 952 Teilnehmer aus 23 Nationen. Knapp 300 Kids. Hervorzuheben ist das mit 64 Startern besetzte Elitefeld beim XTERRA Germany.

Stichwort Rahmenprogramm: Gelungene Einleitung des Events durch die Aktivwoche mit Yoga, Zumba usw.
Musikalisch: Freitagabend zum Sponsorenempfang wieder Swing mit „Klangfarben e.V“, Samstagabend zum O-SEE OpenAir Kontrastprogramm Techno mit DJ Robin&Nico und sowie DJane Ani.
Expo: Eine gut sortierte Expo mit dem Merchandising Shop von O-SEE-Sports als Zugpferd macht den Besuch auch für Zuschauer und Gäste lohnenswert.
Showacts: Mehrere Auftritte der Tanzgruppen der GAV Zittau (1stRevoluZion, Little ExploZion), der Dashbones und Directions sowie eine sehenswerte Breakdance-Performance sorgten für gute Stimmung und Abwechslung für Zuschauer. Der Kinderzirkus Applaudino traf am Sonntag mit seiner Vorführung den Nerv der Kids.

Was es sonst noch so zu berichten gab:

  • Da wird schon mal Elon Musk sein Starlink-Satellitennetz angezapft, um einen sensationellen Internetempfang während des Events zu gewährleisten oder ein digitales 3D-Modell erstellt, um die optimale Akustik der Beschallungsanlagen zu berechnen.
  • „Ran“ Moderator Max Zielke und der Burglengenfelder Ex-XTERRA Profi Tom Kerner sorgten für ein super Moderation, insbesondere Tom Kerners Fachkenntnisse in Sachen Triathlon und Elitecheck waren eine echte Bereicherung.
  • Steffen „Blümchen“ Blümkes Moderation bei den Kids am Sonntag – wieder legendär, so legendär wie seine mit Hingabe zelebrierte Geschichte von der Pinguinfamilie… Wer sie noch nicht kennt – nächstes Jahr vorbeikommen,
  • Mit Maria Döring hat O-SEE Sports wieder eine Deutsche Meisterin im Cross Triathlon
  • Bennos „Beißer-Wade ging an René Zischow und Janet Wokal. Beide sind der O-SEE seit knapp 20 Jahren zutiefst verbunden und engagieren sich seitdem für das Event. René als Streckenverantwortlicher für die MTB-Strecken, Janetl als Verantwortliche für das Merchandising. Selbst sportlich extrem aktiv und immer für andere da, z.B. als Trainer oder Übungsleiter.

Wir sehen uns wieder am 16.-18. August 2024 – im Naturpark Zittauer Gebirge
Herzlichst Euer
Dr. Klaus „Benno“ Schwager alias Mr. O-SEE & DANKE an alle für alles !!!

2024

O-SEE Challenge 2024

Artikel öffnen

O-SEE Challenge 2024

So eine lässige und coole O-SEE Challenge 2024. Bestes und vor allem stabiles Sommerwetter, schon während der Aufbauwoche sorgte für eine coole und fast schon lässige Grundstimmung. Dazu kommt die erfreuliche Entwicklung bei den Meldezahlen: Nahezu Ausverkauf der verfügbaren Startplätze. Erfreulich viele Teams haben sich in die Startlisten eingeschrieben, deren Teilnehmer bringen immer diese Volksfeststimmung mit. Die weit über 100 Mannschaften haben auch den Teilnehmerrückgang bei den XTERRAs mehr als kompensiert.

Apropos XTERRA: Die O-SEE war dieses Jahr kein XTERRA Weltcup-Rennen, daher standen nur 26 Elitestarter an Startlinie. Grund für die Rückstufung war der Umstand, dass zeitgleich die Multisport-WM in Townsville/Australien stattfand. Manch einen Elitestarter hat es also trotzdem an den O-SEE gezogen, wie z.B. die beiden Franzosen Maxim Chané und Arthur Serrieres oder die Neuseeländerin Lizzie Orchard.

Trotzdem ist festzuhalten, dass 2024 im XTERRA-Segment rückläufige Teilnehmerzahlen zu verzeichnen waren, insbesondere beim Anteil der Athleten aus dem Ausland. Crosstriathleten aus Italien und Frankreich fanden kaum noch den Weg an den O-SEE. Auch ist bei der Zahl polnischer Athleten, also unseren Nachbarn noch reichlich Luft nach oben. Die Tschechen sind hier traditionell dominanter, für viele ist es ohnehin fast ein Heimrennen. Der Anteil der deutschen Sportler hingegen, welche über die XTERRA Distanz starten, war stabil, was auch an dem Status der DM für deutsche Teilnehmer liegen mag.

Neben der XTERRA-Wertung war die O-SEE 2024 auch wieder Austragungsort der Deutschen Meisterschaft im Crosstriathlon. Der Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU), Prof. Dr. Martin Engelhardt himself war als Verbandsrepräsentant bereits am Donnerstag (nachdem er die Olympiasiegerstaffel in Frankfurt begrüßt hat) angereist und konnte dadurch auch an der traditionellen Pressekonferenz teilnehmen. Dort sagte er wörtlich: Was für die Langdistanz Roth und für die Sprintdistanz Hamburg ist, dass ist für den Crosstriathlon Zittau bzw. der O-SEE. Klare Aussage, klare Wertung.

Ansonsten zeigte die O-SEE Challenge 2024 keinerlei Schwachstellen in der Durchführung, die Resonanz war durchweg positiv – was sich auch in der anschließenden Onlineumfrage zeigte: satte 99% würden die Veranstaltung weiterempfehlen.

Neuerungen:

  • Einführung des Team-Sprint Rennformat anstatt des XTERRA Short Track Rennen am Freitag
  • Neues Moderationskonzept mit wesentlich besserer Kommentierung des Geschehens auf dem LED-Schirm

Kritik- und Verbesserungswürdiges: – > es gibt immer was zu verbessern…

  • Wieder mal zu wenig T-Shirts, auch fehlten paar Medaillen, hier hat uns der Ansturm auf die Startplätze überrascht
  • Wie schon angesprochen: die immer noch unbefriedigende Situation bzgl. WC und Duschen

Stichwort Teilnehmerzahl: mit Nachmeldern 1.356 Teilnehmer. Damit endlich wieder auf Vor-Corona-Niveau!

Stichwort Rahmenprogramm: Abwechslungsreich und gelungen. Mit „Fake for real“ eine coole Coverband zum Open Air, Robin & Nico als bewährte Party-DJs. Auf der Family Area überzeugte mit einem sehr großen Angebot (Biathlon, Mr. Snow, Kinderbelustigungen). Mehrere Auftritte der Tanzgruppen, Dashbones, 1stRevoluZion, Little ExploZion sowie die Trial Show von Jan Sladky (CZ) sorgten für gute Stimmung und Abwechslung. Die Expo war ebenfalls wieder repräsentativ und einen Besuch wert. Der Merchandising-Shop von O-SEE-Sports entwickelt sich zunehmend zum Flaggschiff.

Was es sonst noch so zu berichten gab:

  • Erstmals ein Helieinsatz aufgrund eines schweren Sturzes im Gebirge. Gottseidank ging alles glimpflich ab.
  • Mit 25,5 °C der wärmste O-SEE ever – will heißen, natürlich gab es wieder Neoverbot, ohne irgendwelche Zweifel.
  • Mit Tim Wehinger und Tom Kerner hatten wir ein sehr gut harmonierendes Moderatorenduo. Ich glaub’, wir sehen uns 2025 wieder. ?
  • Ein Wildbienennest am Bikeständer und Rettungseinsatz durch einen Olbersdorfer Imker
  • Bennos „Beißer-Wade“ ging an zwei neuere Teammitglieder Uwe Brockelt und Swen Hübschmann. Beide haben es innerhalb von nur 2 Jahren geschafft, sich fast unersetzlich zu machen. Hilfsbereit, mitdenkend, teamfähig – aber auch gesellig. Egal ob Challenge, ob UltraTrail, ob Sommercamp, ob Trainingsbetrieb – man sieht sie überall wieder.

Wir sehen uns wieder am 15.-17. August 2025 – im Naturpark Zittauer Gebirge
Herzlichst Euer
Dr. Klaus „Benno“ Schwager alias Mr. O-SEE & DANKE an alle für alles !!!

2025

25. XTERRA O‑SEE Challenge – Jubiläumsausgabe

Artikel öffnen

25. XTERRA O‑SEE Challenge – Jubiläumsausgabe

25 Jahre O‑SEE Challenge. Ein Vierteljahrhundert, in dem aus einer Idee Stück für Stück das geworden ist, was wir heute am O‑SEE erleben dürfen. 2025 stand dieses Jubiläum endlich im Mittelpunkt, nachdem frühere runde Geburtstage nicht wie geplant gefeiert werden konnten. Und ich denke, man darf sagen: Es war der richtige Moment, um innezuhalten und auf das zu schauen, was in all den Jahren entstanden ist.

Die O‑SEE Challenge ist mit dieser 25. Auflage endgültig in einer neuen Dimension angekommen.

Erstmals als XTERRA O‑SEE Challenge ausgetragen, international eingebettet, mit mehreren Meisterschaften im Programm und zugleich tief verwurzelt in der Region. Genau diese Verbindung war immer unser Anspruch: Entwicklung ja, aber nicht um jeden Preis.

Was mich besonders gefreut hat, war die Art und Weise, wie dieses Jubiläum getragen wurde. Von einem Organisationsteam, das über Jahre gewachsen ist und sich immer wieder hinterfragt hat. Von Helfern, die mit einer Selbstverständlichkeit anpacken, als wäre es ihr eigenes Event. Von Partnern, Sponsoren, Institutionen, Förderern die diesen Weg mitgehen. Und von Athleten und Zuschauern, die das Ganze mit Leben füllen.

Mit 1.550 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde 2025 ein neuer Höchststand erreicht. Gleichzeitig hat sich klar gezeigt, dass wir damit an einer Grenze angekommen sind, die wir bewusst nicht weiter verschieben wollen. Die Größe muss zu dem passen, was wir hier anbieten können: sichere Abläufe, faire Wettkämpfe und vor allem ein Erlebnis, das dem Anspruch der Veranstaltung gerecht wird.

Das gilt auch für Neuerungen, die 2025 eingeführt wurden. Dinge wie Live‑Tracking oder angepasste Abläufe für die Elite sind keine großen Schlagzeilen, aber sie zeigen, dass die Veranstaltung sich weiterentwickelt, ohne ihre Linie zu verlieren. Gleichzeitig bleibt genügend Raum, kritisch auf das Ganze zu schauen, denn der Anspruch, besser zu werden, hört nie auf.

Viele Dinge, die heute selbstverständlich erscheinen, sind das Ergebnis einer langen Entwicklung. Abläufe greifen ineinander, das Zusammenspiel von Wettkämpfen und Rahmenprogramm funktioniert, das Gelände lebt über das ganze Wochenende. Man merkt an vielen Stellen, dass hier 25 Jahre Erfahrung drinstecken, oft in kleinen Details, die nach außen gar nicht so sichtbar sind.

Das Rahmenprogramm hat erneut bestätigt, welchen Stellenwert die O‑SEE Challenge inzwischen hat. Die Mischung aus Sport, Begegnung und gemeinsamen Erlebnissen, von der Aktiv‑Woche bis zum Samstagabend, gehört inzwischen fest dazu. Für viele ist es längst mehr als ein Wettkampfwochenende geworden.

Für mich persönlich war diese 25. Auflage mit einer Zäsur verbunden, denn nach all den Jahren als Teamleiter und Inspirator schien mir die Zeit nun reif, Verantwortung abzugeben – keine Entscheidung von heute auf morgen sondern als Ergebnis eines längeren Überlegungsprozesses. Und ich bin dankbar, dass die nächste Generation bereit ist, diese anspruchsvolle Aufgabe zu übernehmen und eigene Akzente zu setzen.

Gleichzeitig bleibe ich der Veranstaltung eng verbunden. Mit der Ernennung zum Schirmherrn auf Lebenszeit hat das Team ein Zeichen gesetzt, das mich sehr freut und mir zeigt, dass die gemeinsame Zeit Spuren hinterlassen hat. In dieser Rolle werde ich auch künftig begleiten, unterstützen und meine Erfahrungen einbringen.

Wenn ich auf diese Jubiläumsausgabe schaue, dann sehe ich viele einzelne Etappen, die hier zusammenkommen. Viel Arbeit, viele Diskussionen, aber auch viele richtige Entscheidungen. Und vor allem sehe ich, dass das, was einmal begonnen wurde, heute auf festen Beinen steht und sich weiterentwickeln kann.

Das beruhigt. Und es motiviert gleichzeitig, auch künftig ein Teil davon zu bleiben, wenn auch in einer anderen Rolle.

Der O‑SEE hat einmal mehr gezeigt, was möglich ist, wenn viele in die gleiche Richtung denken und handeln. Genau das war von Anfang an der Gedanke. Und genau das wird auch in Zukunft den Unterschied machen.

Wir sehen uns wieder am 14.-16. August 2026 – im Naturpark Zittauer Gebirge
Herzlichst Euer
Dr. Klaus „Benno“ Schwager alias Mr. O-SEE & DANKE an alle für alles !!!

Kontakt & Feedback

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!